Reviews

Sinbeats

Label: SX Distribution (2006)

Die Sinbeats sind “based” in Frankfurt, wie sie so gerne sagen. Ihre Geschichte begann 1999 und führte sie durch zahlreiche Keller und verrauchte Kneipen. Den Jungs ist es egal, ob sie vor 30 oder vor 300 spielen, behaupten sie zumindest, denn sie geben immer Vollgas. Schubladen mögen sie nicht, aber ihre Musik bezeichnen sie aus Mischung Wave Rock, Independent und auch Alternative. Sieben Jahre hat es gedauert, bis die Wahlfrankfurter endlich ein Album im Kasten hatten und gingen dann auf die Suche nach einem Label um ihren Tonträger an den Mann/die Frau zu bringen. Vorher gab es nur einen Samplerbeitrag und eine Demo, aber nun zu „Sinbeats“.

Musikalisch gesehen geht es recht gut los, eine gelungene Wave Rock Eröffnung die Zusammen mit dem Gesang auf den Sound von Depeche Mode’s ‚People Are People’ verweist. Der Stil ist dennoch ganz eigen und lässt sich wirklich nur schwer einordnen, insofern haben Sinbeats Erfolg mit ihrer Anti-Schubladen Strategie. Die Stücke unterscheiden sich voneinander doch der Stil bleibt gleich und zieht sich durch das Album wie ein roter Faden. Vom Text her gibt es kaum überraschendes, nichts was einen vom Hocker reißt, eher belanglose Phrasen wie sie in den Charts rauf und runter dudeln. ‚Burning All Stars’ ist hierfür das Paradebeispiel, denn der Refrain besteht aus dem Satz „This Could Be Heaven Or Hell, Now Or Never“, was keine Aussage trifft. Eingängig ist der Song, was aber eher für die Musik als für die Lyrics positiv ist. Dennoch hat das Album kleine Lichtblicke, denn es ist einigermaßen abwechslungsreich, vor allem was das Instrumentarium angeht.

Die Erwartungshaltung steigt mit dem Bandalter zunehmend, deshalb hätte man bei einer 7 Jahre alten Band mehr erwarten können. Nichts wirklich Neues, was Sinbeats da bieten, aber den aufgewärmten, klassischen (Alternative)-Rockstoff kann man sich durchaus mal anhören.

Winfried Bulach






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