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Label: Finest Noise (2004)

Im Anfang des neuen Millenniums, also 2000, wurde Silva Sonic gegründet. Damals noch als Quartett hat man auf dem Karriereweg, der mit einem Vertrag und dem Erfolg in einem Bandwettwerb einen Erfolg versprechenden Start hatte, ein Mitglied verloren und spielt nur noch zu Dritt. Das Debüt gab man bereits nach 10 Monaten Existenz mit dem Titel Natural Blu. Schon damals hatte man ausgefallenere Ideen für Albentitel. Es folgte, zwischenzeitlich war man durch Probleme etwas ausgebremst worden, eine EP mit dem Namen Sonoro, die das Bindeglied zur jetzigen Veröffentlichung ist. [fri:] lautet der Titel des neuen Opus und es wirkt schon etwas befremdlich, wenn man einem Album einen Namen in Lautschrift gibt.

Auch musikalisch machen die 3 Studenten nicht das was man als normalen Rock bezeichnen würde. Sie sind eine Alternative und trotzdem wirkt alles sehr vertraut was aus den Lautsprechern tönt. Das Beste kommt nicht zum Schluss, sondern als Allererstes. ‚Rise’ ist ein Energie geladenes Stück, das in den üblichen 3 Minuten die volle Aufmerksamkeit des Hörers auf sich zieht. Leider lässt das Album danach stark nach, denn die Titel ähneln sich danach zu stark und da der Gesang stets gleich klingt kommt nicht die Stimmung auf wie beim ersten Track. Instrumental hört man zwar das Können heraus, welches sich das Trio im Laufe der Zeit aneignen konnte, aber es fehlt der letzte Schliff. Zu gleich klingen die gut gedachten aber schlecht zusammengefügten Riffs. Auch mehrstimmiger Gesang wie in ‚Play The King’ kommt im Einheitsbrei nicht beim Konsumenten an, was eigentlich sehr schade ist. Nach dem regulären Ende des letzten Tracks kommt nach einer längeren Leerlaufzeit noch ein Bonustrack, der zwar nicht schlecht ist und mit dem ersten Song mithalten kann, aber das Album nicht mehr zum Kauftipp aufwerten kann. Mehr solcher Titel hätten, auf eine Scheibe gepackt, echtes Hitpotential.

Leider versinken die zwei guten Titel auf der CD im Rest des Albums. Die Band hätte etwas mehr aus dem Album machen können.

Winfried Bulach






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