Reviews

Never To Play The Servant

Label: Dockyard1 (2006)

Curran Murphy, ein begnadeter Gitarrist, der schon mit Bands wie Annihilator oder Nevermore touren war (und bei diesen Acts darf bekanntlich nicht jeder auf die Bühne), hatte anscheinend diesen Gastrollenstatus satt und gründete seine eigene Formation mit dem klingenden und viel versprechenden Namen Shatter Messiah. Ganz nebenbei konnte er dadurch auch noch zeigen, dass er Songwriterfähigkeiten besitzt.

Auf der musischen Ebene, bewegen sich die Herren zwischen Thrash und Power Goth. Diese Mischung steht nun mal dafür, dass man eine Person für das Mikro braucht, die die tiefen Gesangsparts für den Thrash und die höheren Stimmlagen für den Goth-Bereich umsetzen können. Die Lösung für dieses Problem fand sich in Greg Wagner (Ex-Archetype). So differierend sich die Genres anhören, so ausgewogen und gelungen ist das Album in seiner kompositorischen Art. „Himmlische“ Melodiestränge gefolgt, zeitweise auch gepaart, mit harten und brutalen Attacken wie es der Thrash verlangt. Trotz alle dem schaffen sie es, dass Tempo das ein ums andere Mal geschickt zu verschleppen, womit jedem Song seine eigenständige und tiefgehende Atmosphäre mit einem düsteren Toch gegeben wird. Textlich bewegt man sich im Rahmen einer Generalanklage gegen die Kirche und einer gewissen Misanthropie. Oder anders gesagt, der bestimmende Glaube des Abendlandes mit seiner Zentrale in Rom und all seinen willigen und nicht kritischen Mitgliedern wird hier der Marsch geblasen. Womit wir schon bei den Lauschproben wären: Empfehlenswert wäre ‚All Sainted Sinner’ oder auch ‚Deny God’.

Mein Tipp: Interessant, innovativ und fesselnd. Man darf keinen nervösen Finger haben, der den Lautstärkeregler bedient, man könnte sonst aus der Bude geblasted werden. Geil!

Carsten Rothe






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