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Rising

Label: Point Music (2003)

Grüezi in mein zweites Heimatland! Meine erste Begegnung mit dieser Schweizer Band, die - Schande über mich - aufgrund des nichtssagenden (sorry!) Bandnamens nie mein Interesse wecken konnte - hatte ich mit ihrem letzten Hammerscheibchen „Power Ride“, einem Stück Hardrock, das mich von der ersten bis zur letzten Note mit einer gänsehautartigen Begeisterungen zurückließ. Definitiv das geilste Stück Alpen-Hardrock, das jemals die Strecke Basel-Karlsruhe-Saarbrücken-Köln zurückgelegt hat und den Giganten Gotthard gezeigt haben dürfte, wer der Alm-Öhi im Haus ist!

Nun endlich rotiert der Nachfolger in meiner Scheibenwurst-Maschine, und wieder hat sie mich erfasst, diese schiere Begeisterung! Meine Güte, Hardrock kann doch soooo geil sein!!! Wieder sind sie da, diese Hooks, die meine (nicht wenigen) Körperhaare senkrecht stehen lassen und nie wieder aus dem Ohr gehen! Es ist müßig, hier irgendwelche Songs hervorzuheben, man muss dieses Album, bzw. die Band selbst erlebt haben, muss bei einer Killer-Ballade wie ‚I Will Be There’ selber geweint haben; da helfen keine Worte mehr! Nur so viel: „Rising“ ist die ideale Wohlfühlplatte nach einem 8-Stunden-Arbeitstag; der Chef geht einem auf einmal am Arsch vorbei, schnell das Cabrio aus der Garage geholt, und ab geht’s mit der netten Nachbarstochter zum nächsten Baggersee. Wer wie ich das Pech hat, weder ein Cabrio am Bürgersteig geparkt zu haben, noch eine nette Nachbarin zu kennen, muss sich dieses Hammerteil eben im heimischen Wohnzimmer in die Ohren hauen!

Wie heißt es doch so schön in einer strunzdebilen Eis-Werbung: „So schmeckt der Sommer“! Ob die da an Shakra gedacht haben…?!

Michael Meyer






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