- Hybrid
- My Name Are Three Sixes
- Z Page IA - Idon Odmicalzo
- Decimal
- Last Way
- Vortex
- You Are God
- I'm Dead
- Flash
- B.O.R.Y.S. IX
- Smell Of Pain
- Pagan Fears
Label: Osmose Productions (2004)
Osteuropa ist der wirtschaftliche Wachstumsmarkt der Zukunft, dort schlummert wahnsinniges Potential, man muss es nur suchen. Dabei wird es allerdings kein gerader einfacher Weg werden. Was klingt wie die letzte Ansprache eines EU-freundlichen Politikers, lässt sich mit wenigen Wortsubstitutionen in einen Spruch für den Metal im Allgemeinen umwandeln. Was können aus diesen Ländern noch geniale Bands kommen. Shadows Land kommen nach dem Vorwort überraschenderweise aus Polen und spielen ganz der Tradition ihres Landes entsprechend Death Metal, jedoch nicht klar amerikanischer Art, wie es sonst üblich ist. Man versucht sich, nachdem man zwei Demos (letztes von 1999) veröffentlicht und nun den Labelvertrag in der Tasche hat, mit einer extremen technischen Variante, die auch vor kleinen Thrash-Einsprengseln nicht gefeit ist. Ein ordentlich schreiender Sänger beginnt den Bandtest, doch auch sonst gibt es von Seiten der Fertigkeiten der Mitspieler keinerlei Mängel, ausgefeilte Soli, saubere Breaks an Gitarre wie Schlagzeug, nichts auszusetzen. Doch die Meckerliste ist trotzdem vorhanden, den viel zu selten zaubern Shadows Land coole Läufe aus dem Arm, die länger als 15sec dauern. Denn man horcht auf, wird jedoch direkt vom nächsten Rhythmus erschlagen. Dabei sind einige Läufe sehr hörenswert, eingängig oder auch melodisch. Doch extreme Breakfreude vereinfacht den Hörgenuß wenig. Freunde von Abwechslung kommen hier dafür extremst auf ihre Kosten, von slowen Parts – nicht Songs – bis zur Highspeedattacke ist alles geboten. Songs zum reinhören sind definitiv ‚My Name Are Three Sixes‘, wobei der Grundriff von Samaels ‚Rain‘ verbraten wird, und Song Nr3. Doch ein techno-artiges Einspiel, vielleicht ist es auch TripHop, wer weiss, muss einfach nicht sein. Ein sehr anstrengende Band, die sicherlich eigenständig klingt, aber auch sehr anstrengend agiert und einfach den Funken Eingängigkeit vermissen lässt den man im Endeffekt dann doch braucht.
Christian Kremp