Reviews

The War Within

Label: Century Media (2004)

Warum wird solch eine Band immer wieder als Metalcore bezeichnet? Eine Frage, die mir wohl ewig ein Rätsel bleiben wird (man höre nur die Eröffnung des Albums an). Es sind natürlich Teile dieses Stils im Sound des Fünfers, aber im Ganzen steckt zu viel Verschiedenes darin, um die Schublade zu öffnen. Da ist auch noch Schweden Death Metal á la Soilwork und In Flames, da sind ganz traditionelle Heavy/Rock Spielereien und und und. Daher ist Shadows Fall zunächst einmal Shadows Fall und dann vielleicht moderner Metal. Saubere, knackige Produktion mit Basslast, ohne zu nerven ist erwartete und gute Grundlage. Die Horden der NUMetal-Enttäuschten - war wohl doch nix mit langfristig, wie - können sich auf diese Musik jedenfalls geruhsam stürzen, denn hier gibt es alles was Metal im Jahr 2004 wirklich ausmacht. Ein echter Hammer dieses Album, Gänsehautmelodien, Groove, Soli alles vom Feinsten. Die Musiker von der Trommelbude bis zum Gesang überzeugen von Beginn an und lassen 43min lang nach. Die Amis sind definitiv eine neue Speerspitze der gesamten Metalszene, da trotz Chartappeal nie die Härte vergessen wird, weswegen diese Musik von den meisten gehört und geliebt wird. Geile Breaks, ach was soll das Aufzählen, dieses Album ist eines der Highlights des Jahres und sollte von all den Meckerziegen gehört werden, die behaupten Metal biete nichts neues, mehr gibt es dazu nicht zu sagen. Schwache Songs existieren nicht, Killer sind ‚Enlightened By The Cold‘, ‚Inspiration On Demand‘ und ‚Ghosts Of Past Failures‘, die durch Feeling, sprich Gänsehaut, und Songwriting überzeugen. Mal wieder ein Album, das das Mittelmaß an Veröffentlichungen vergessen macht. Live sicher auch geil, so dass nur Oldschool Fans hier vorsichtig sein sollten, alle anderen müssen zumindest im Laden reinhören, Pflichtprogramm.

Christian Kremp






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