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Speedkings

Label: Locomotive Music (2001)

Sex Museum hat mit ihrem neuen Album „Speedkings", eine ehrliche und solide Hardrock Platte abgegeben. Frontmann und Produzent Fernando Prado, der nebenbei auch noch die Gitarre spielt, hat ein Album zusammengestellt, das eine klare Linie hat und man zu keiner Zeit den Drang verspürt zum nächstfolgenden Song zu springen. Jedes Lied stellt eine abgeschlossene Einheit dar. Die Songs ‚Behave’ und ‚Psychofreak Musak’ nehmen auf der Platte aber eine Sonderstellung ein, da sie nicht dem zuvor zur Schau- gestellten entsprechen. ‚Behave’ und ‚Psychofreak Musak’ haben einen nicht zu überhörenden 70er Jahre Touch, dessen Charme man sich nur sehr schwer entziehen kann. Miguel Pardo, zuständig für die Vocals, verleiht dem ganzen noch einen Hauch von Psychodelik. Wie schon zuvor erwähnt kommt die Liebe zu den 70-er Jahren voll zur Geltung. „Speedkings" ist ein dynamisches Album, das eine fast unbeschreibliche Energie versprüht. Das dem Album zugrunde liegende Konzept ist wasserdicht, und somit hat das Album als auch jeder Song eine schöne Harmonie, die einen elektrisiert. Man fühlt sich verleitet zu sagen, dass es in die Richtung von Bands wie DIO, Tank, Jackyl etc. geht. Auch wenn Vergleiche meistens hinken so brauchen sich Sex Museum aber auf gar keinen Fall zu verstecken. Ich möchte hier keine Götterdämmerung einleiten, aber man kann Sex Museum ohne sich schämen zu müssen in einem Atemzug mit DIO nennen. Wer den Stoner-Sound liebt ist mit dieser Platte auf dem richtigen Weg.

Carsten Rothe






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