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Sacrifice

Label: Massacre Records (2002)

Genauso wie Brasilien ein schier unerschöpfliches Reservoir für Fußballtalente hat, verhält es sich mit Schweden in musikalischer Hinsicht. Ständig sprudeln neue Formationen aus dem Land der Elche hervor, neueste Entdeckung: Seventh One, logischerweise dem Trend entsprechend eine Powermetalband. Zur Abwechslung werden im Bandnamen mal keine Klischeeausdrücke wie ‚Steel’, ‚Thunder’ oder sonstige Wörter verwendet, auf das Cover trifft das leider nicht zu, da muss der gute alte hammerfall’sche Krieger herhalten. Leider ist das Bild doch deutlich misslungen, kaum zu glauben, dass es von Markus Mayer (u.a. Nightwish, Edenbridge, Grave Digger) stammt. Das die Jungs was drauf haben, steht außer Frage, immerhin konnte man bereits einen Music Contest in Schweden gewinnen und heimste auch in großen Printmagazinen viel Lob ein. Produziert wurde „Sacrifice“ von Lars Ratz (Metalium), der dem Album einen fetten Sound verpasst hat. Die Scheibe bietet Nonstop Powermetal ohne große Verschnaufpausen. Drumgewitter, prägnante Gitarrenriffs sowie druckvolle Rhythmusgitarren ziehen sich wie ein roter Faden durch das Album. Das Tempo ist durchgehend hoch gehalten, Rhythmuswechsel finden so gut wie nicht statt. Mit Rhino Fredh hat man auf jeden Fall einen guten Sänger am Start, der seine Stimme sehr vielseitig einsetzt und zudem die Töne sehr lange halten kann. Auch wenn Seventh One für Up-Tempo Tracks stehen, kommen auch die beiden Stampfer ‚Hollowed Ground’ und ‚The Fall’ recht gut rüber, während man sich die Ballade ‚Remembrance’ auch hätte sparen können. Erwähnenswert wären noch ‚Seventh Eye’ (das trotz seines etwas kitschigen Refrains ordentlich einheizt) sowie ‚Shadow Of Your Soul’, mit der schnellste Song auf der Scheibe.

Wie bei den meisten Bands dieses Genres geht auch Seventh One die eigene Identität ein wenig ab. Alles in allem eine recht ordentliche Scheibe, wer auf diese Art von Musik steht, sollte „Sacrifice“ auf jeden Fall mal anhören.

Oliver Bender






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