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Devastation

Label: Black Lodge (2003)

Aus Schweden kommt dieses neue Label, dass bereits die neue Merciless Scheibe aufgelegt hat und nun geht es in der gleichen Richtung weiter. Serpent Obscene rocken genauso old schoolig wie ihre berühmten Vorgänger. ´97 gegründet ist dies die zweite Veröffentlichung der Truppe, nach dem selbstbetitelten Debüt. Aufgenommen bereits vor zwei Jahren wird sie nun dem sicherlich nicht großen, dafür aber begeisterungsfähigen Publikum zugänglich gemacht.

40min voller schepperndem Schlagzeug, thrashigen Gitarren und herrlichem Schreigesang bieten zwar nichts wirklich neues, aber es klingt dennoch frisch. Ganz im Stile alter deutscher Heroen wie Deathrow und Kreator, wird geprügelt was das Zeug hält, dabei aber immer Song bzw. Bangdienlich, denn wer hier nicht zumindest freudig mitnickt, der hat es nicht im Blut. Die Produktion ist natürlich nicht modern-powerig, sondern achtziger-analog ausgefertigt, so wie es bei solcher Mucke auch muss. Vinyl wäre auch noch geil, dann kämen Thrash Kracher wie ‚Legacy Of The Wicked’ oder ‚Terror From The Sky’ (aufgenommen August 2001, welche Voraussicht) noch einen Tick besser. Aber warum meckern, hier ist das Publikum klar abgesteckt, andere brauchen es dann auch nicht zu kaufen. Desaster Fans sollten übrigens auch ein Ohr riskieren, denn der Sänger klingt fast genau wie Okkulto, den viele Fans der ersten Stunde ja sehr vermissen. Ein kleines Perlchen für Old Schooler, zu beziehen, falls nicht gewöhnlich erhältlich, über Zomba oder direkt aus Schweden (www.blacklodge.se). Mir macht die Scheibe Spaß, das tritt richtig schön Arsch.

Christian Kremp






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