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Galgenfrist

Label: Endzeit Productions (2001)

Dieser Spielmannszug hat sich 1999 gefunden und dann gleich in den Proberaum zurückgezogen um sich an den verstaubten Instrumenten Cello, Schalmeien, Bouzoukis, Dudelsack etc. zu versuchen. Und sie sahen, dass es gut war... Womit man begann diesen Sound, man könnte ihn als Neo-Mittelalter bezeichnen auf ein Medium Namens Compact Disc zu bannen. Auf diesem Medium lassen sich wohlklingende Melodien, groovige Gitarren, ein überzeugendes Schlagwerk, in der Schwedenmetal-Fraktion als Drums verschrien, als auch Ohrenbetörende Gesangspassagen finden. Zu einem gewissen Teil wird auch Walther von der Vogelweide als Textvorlage benutzt. Jeder Germanist stöhnt, wenn er diesen Namen hört, denn dieser weckt unangenehme Erinnerungen an das Mittelhochdeutsch Seminar. Aber nicht nur Walther wird übernommen und in ein neues Klangkonzept integriert sondern auch noch andere Herrschaften. Ansonsten komponieren Schattentantz eigenständig und auch für die Textgestaltung übernehmen sie die volle Verantwortung. Das dargebotene würde ich als Mittelalter-Metal bezeichnen, um es mal einer Schublade zu zuordnen. Gewisse Ähnlichkeiten zu In Extremo oder Subway to Sally sind nicht zu leugnen. Allein schon aus dem Umstand heraus, dass sich diese Bands auf fast der selben musikalischen Linie bewegen. Aber, hört es euch mal selbst an... Das Line-Up liest sich wie folgt: Aaron Awerkin-Gesang, kleines Schlagwerk, Gitarren, Bass; Imke Peters-Flöten; Lasse Lehmann-Cello, Gesang; Max Schilling-Gitarren, Bouzouki, Dudelsack, Schalmey, kleines Schlagwerk, Gesang; Dominik Oelke-Gitarren, Drehleier, Schalmey, kleines Schlagwerk, Gesang; Sören Buchhold-Bass, kleines Schlagwerk; Frederik Ehmke-Großes und kleines Schlagwerk, Dudelsack, Schalmey, Gesang; Tim Netzdorf-Tontechnik. Abschließend kann gesagt werden, dass das so ein Album ist vor dem euch eure Eltern immer bewahren wollten. Mein Tipp: Holt euch den Schattentantz ins Haus.

Carsten Rothe






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