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Collective Demise

Label: SPV (2002)

So, da haben wir sie den neuen Silberling unserer israelischen Death-Metaller. Mit den 12 neuen Tracks, die eine Gesamtspieldauer von 48 Minuten und 30 Sekunden aufweißen, bekommt der geneigte Hörer traditionelles Salem auf die Löffel. Ohne politisch werden zu wollen, kann ich mich des Eindruckes nicht erwehren, dass die Herren ihren Alltag in ihrer Heimat in ihren Texten aufarbeiten. Im Gegensatz zu manch anderen Persönlichkeiten, die in der Öffentlichkeit in Israel stehen, glaube ich hier eine recht stark ausgeprägte Differenziertheit ausmachen zu können.... Ich schweife ab, sorry.

Ja, was soll man zu Salem noch sagen? Fröhliches Geschrei, Doublebass, harte und schnelle Gitarrenriffs, sowie die Salem typischen Breaks. Auffällig ist lediglich der etwas verhaltene Beginn beim Opener ‚Broken Yet United’, der fast 43 Sekunden anhält und mit einem nicht zu erwartenden Bongo Intermezzo nochmals interveniert wird. Ja und dann das typische Salem Programm. Unnötig über die technischen Qualitäten der jeweiligen Musiker zu diskutieren, ihre Klasse wird bei jedem Break deutlich herausgestellt.

Keine größeren Überraschungen, Salem pur. Lediglich die Frauenstimme bei ‚Coming End Of Reason’ verwundert, passt aber rein. Wenn das mit den kleinen Experimenten so weiter geht, kann man sehr gespannt sein auf das nächste Album. Mein Tipp: Klassiker, gegrüßt seiest du!

Carsten Rothe






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