Reviews

Stovepipe

Label: Point Music (2001)

Mit „Stovepipe” veröffentlicht S.A. Adams bereits sein viertes Album. Jedoch gab es, um dieses Album zu bekommen, das Problem, dass man es über den Importweg beziehen musste. Aber für den europäischen Markt ist es mit ein paar Remixen und vier Bonustracks aus- gestattet worden. Nun zum Detail: Dieses Album ist nichts für Weicheier! Das Album strotzt förmlich von dreckigem Gitarrensound. 100% Metal. „Stovepipe“ ist eine Momentaufnahme des New Yorker Undergrounds. Schon der Opener ‚Coming Home’ zeigt die Richtung in die es gnadenlos gehen wird, und zwar exakt 41:01 min lang. Headbanger - massiert eure Nackenmuskeln, es wird verdammt anstrengend! Wer sich näher mit der Band, vor allem mit dem Cheffe, beschäftigt, wird aber einen Wermutstropfen finden: Herr Adams ist Amerikaner. Ein paar vereinzelte Exemplare dieser Spezies haben ein gravierendes Egoproblem. Zu diesen gehört zweifellos S. A. Adams. Er ist seiner Ansicht nach die amerikanische Version von Motörhead. Reinkarnation ist doch erst dann möglich, wenn jemand zuvor gestorben ist, oder? Ja. Gut, somit hat sich das Thema von selbst erledigt, denn soviel ich weiß sind alle aktuellen Mitglieder von Motörhead noch am Leben. Wer diesen innigen Kontakt nicht haben möchte, sondern nur die Musik hören will, ist damit sehr gut bedient. Um der Wahrheit die Ehre zu geben, müssen auch noch die Songs erwähnt werden, die etwas geruhsamer sind. Die z. B. da wären: ‚Leech’, ‚Two Stepps’ und ‚Fate’. Aber in Anbetracht des Tempos der übrigen Songs werden sich zumindest die Nackenmuskeln erfreut zeigen.

Mein Tipp: Ein Hammer! Einlegen, anschnallen und genießen.

Carsten Rothe






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