Reviews

Auf dem Ponyhof

Label: Laute Helden (2017)

Die Jungs bringen nun mit diesem Album den Begriff Crossover wieder ins Gedächtnis und zwar so wie er eigentlich gedacht war: Man nehme viele diverse Genres und mische dies und am Ende steht der Crossover. Auf unser Album hier bezogen bedeutet dies, dass wir hier Metal, Punk, Rock, Reggae, Jazz und sogar HipHop haben, eine sehr beeindruckende Melange. Genauso vielschichtig sind auch die Songs bei ihren Lyrics ausgefallen.
 
Ungewöhnlich in jeder Beziehung, denn dieses Album fängt mit dem Titeltrack an und dieser ist so ein klassischer Hardrock-Song mit progressiven Elementen, dazu noch im Refrain ab und an Grwols, die Lyrcis umschreiben Stutenbeißen, herum zicken, Falschheit etc., dann auch dies gehört zu einem Ponyhof viel mehr, als die idyllische Illusion die wir mit diesem Namen verbinden. Weiterhin nimmt man sich dem Sittenverfall innerhalb sozialer Netzwerke an, die Verlogenheit und Wankelmütigkeit und vor allem der Dauerangabe von Emojis, der Song heißt ‚Gfllt mr ncht mhr‘. Weiterhin nimmt man sich noch der Verarschung der Bevölkerung an mit dem Song ‚In cerebrum cacatur‘, übersetzt bedeutet dies „ins Gehirn geschissen“, ein dynamischer Appell das pseudo-lateinisch-wissenschaftlich wichtigtuerische wegzulassen und die Menschen nicht hinters Licht führen zu wollen mit lateinischen Begrifflichkeiten. Dann gibt es noch ‚Cockeriki‘, ‚Seiltanz‘, ‚So leer‘ oder ‚Leinen los‘, als weitere Lauschtipps …
 
Mein Tipp: Ein sehr und wesentlich mehr gesellschaftskritisches Album als der Bandname oder der Albumtitel vermuten lässt und genau darin liegt die Leistung der Band. Ebenso die musikalische Darbietung, der Grundtakt trotz Crossover ist der harte Sound, rotzig, roh und dreckig so wie wir es lieben und mögen. Somit bleibt nur noch zu sagen: Die Pommesgabel zum Gruße!!!
 
10/10
 
Carsten






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