Reviews

Delta

Label: Plastic Head Music Distribution (2016)

Gegründet wurde diese Formation von Andras der auch bei Sear Bliss angeheuert hat. Daher hat er auch nur „Sessionmusiker“ dabei, ansonsten spielt er alles alleine … Gegründet um seine Vorstellung wie Musik sein sollte zu realisieren und seine Gedanken sind ganz schön bedeutungsschwanger, schwer, melancholisch, gleichzeitig frei, leicht, schön, komplexe Schönheit und doch so unterschiedlich, zwei Seelen in einer Brust.

Musikalisch werden diese Umtriebe sich so äußern, dass die schöne, helle, friedliche, nichts Böses hervorbringende, wenn man will Disneyland, durch schöne Melodiebögen, mit schönen harmonischen Dur-Klängen einhergehen, cleane Gitarren im Pop/Rockbereich agierend. Da kann man auch gleich den Opener ‚Rianas‘ anführen als Lauschtipp. Gleich darauf folgt ab er die düstere Seite, die getriebene, schwere, melancholische, unruhige, schwere Seite. Diese drückt sich durch martialische Beatrhythmen aus, durch verzerrten Sound, durch tief derben Bass, immer ein wenig an die guten alten Tage von Rammstein erinnernd. Hierfür könnte der trügerisch anmutende Titel ‚Mediation in the Woods‘ stehen. In der selben Liga spielt das Cover das sich hier vorfinden lässt, man hat sich niemand geringeren angenommen als Napalm Death’s Evergreen ‚Scum‘, in einer Weise die ich so noch nicht gehört habe, nicht mal ansatzweise …

Mein Tipp: Andras serviert hier keine leichte, schnell verdauliche Kost sondern Anspruch, Virtuosität, Vielfalt und Abwechslung gepaart mit vielen Stilmitteln und grenzüberschreitenden Konzept. Ein sehr anspruchsvolles Album, das aber gerade wegen seiner Außergewöhnlichkeit massiv punktet, aber nicht für jeden Tag geeignet ist. Die Pommesgabel zum Gruße!!!

9/10

Car Sten






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