Reviews

Acacia Avenue

Label: Lion Music (2010)

Melodischer Rock mit gelegentlichen metallischen Exkursionen bei der Gitarrenarbeit. So sollte man Acacia Avenue am besten beschreiben. Der Gesang erinnert ein wenig an Geoff Tate, allerdings ist er nicht ganz so souverän, wie das große Vorbild.

Musikalisch bewegt man sich ziemlich gut anhörbar in sattsam bekannten Gewässern. Wirkliche Innovation ist wirklich nirgendwo auszumachen. Und die vielen balladesken Moment (z.B. in 'Hold On' oder 'An Illusion') nehmen der Platte schon recht früh den Schwung. So dümpelt die Band größtenteils in Foreigner Fahrwassern herum, ohne wirklich zu Potte zu kommen. Ausgerechnte die Instrumentalnummer 'Mad Antenna' beweist, dass die Musiker es durchaus drauf hätten, wenn sie nur einmal das Gaspedal fänden. Tun sie aber nicht.

Zum Ende hin steigert sich die Platte immerhin noch etwas und liefert dann wenigstens noch zwei Midtemporocker der gehobenen Klasse ('Just Wanna Be With You' und 'Let Go'), versemmelt dann aber die guten Pianopassagen von 'Digging', das dann wieder zu beliebig und belanglos wird. Schade um das verschwendete Potenzial!

Frank Scheuermann






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