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Noor

Label: Black Bards Entertainment (2008)

Nun ist es soweit, das sehnlichst erwartete neunte Studioalbum der Herren ist am Start und soviel kann schon verraten werden es ist absolut fett. Es ist eine wahre Freude diesem Album zu Lauschen. Mit all den Facetten die es anbietet. Sowohl die Vocals als auch die Harmoniestränge und das kompositorische Ganze.

Nach einem melodisch-orchestralen Intro, was einen erst einmal auf das Grundthema einstimmt bzw. entführt geht es mit ‚Storm’ als ersten eigentlichen Song gleich richtig los. Voll auf die Mütze. Bei 'Am Grunde des Meeres' kommt der immer wiederkehrende Mittelaltereinfluss der Band zur Geltung, den sie auf keinem Album seit ihren ersten Releases, vermissen lassen. Sozusagen das Markenzeichen. Aber wie auf See üblich, nimmt der Wind zu und das Schiff fahrt auf. So auch das Tempo des Songs. Weiterhin ist löblich zu erwähnen, dass die Band zweisprachig agiert, neudeutsch Multilingual. Songs auf Deutsch und Englisch eben. Jeder Song ist ein Brecher in seiner ganz speziellen Weise. Midtempoparts werden durch Progeinlagen eingeführt und tun dem Gesamtkonstrukt nicht weh, sondern schmücken dies viel mehr. Dies ist bei 'Sons Of The Damned', beim Titelsong 'Noor' oder auch bei 'Adorned Brood' lautstark zu vernehmen. Midtempo-Stampfer sind natürlich auch vorhanden und müssen sich in keinster Weise verstecken. Wobei Midtempo in diesem Zusammenhang nur als Bezeichnung dient, gemessen an dem Dampf der restlichen Songs. Manch eine Band wäre stolz solch ein Tempo vorlegen zu können.  Immer mal wieder kann man zu dem auch noch Female-Voices vernehmen, vornehmlich in den Refrainpassagen. Mit 'Under Yggdrasil' geht es zu den letzten Songs und das ist ein wahrer Nackenbrecher. Zum Schluss bieten die Herren und die Dame noch ein Gesellschaftslied zum Besten, aber in ihrer ganz eigenen Art: Hart, brachial, schnell - einfach fett: 'Drunken Sailor'!

Mein Tipp: Wer Pagan/Viking mit Mittelaltereinflüssen mag, kommt an dieser Band und diesem Album nicht vorbei. Einfach nur Hammer!

Car Sten






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