Reviews

Prayer For The Weekend

Label: Supersonic Records (2007)

Seit nunmehr vier CDs unterhalten uns die Skandinavier von The Ark mit ihrem schillernden Glampop. Die Jungs, die von Turbonegro das extrem männliche (ähem) Image, von Abba die Melodien und von T:Rex die Gitarrenriffs übernommen haben, haben auf "Prayer for The Weekend" ihren Sound weiterentwickelt. Ich fühle mich beim Durchhören der gesamten CD unentwegt an eine der schillerndsten Personen der Rockgeschichte erinnert: Roy Wood, genau jener Exzentriker, der nach seinen riesigen Erfolgen mit The Move in den 60er Jahren zusammen mit Jeff Lynne das Electric Light Orchestra gegründet hat, nur um nach kurzer Zeit eine mit Chören und Streichinstrumenten zugekitschte Version des Glamrock zu präsentieren. Name der damaligen Formation: Wizzard. The Ark, das können alle bestätigen, die die Band beim Eurovision Song Contest erleben durften (oder sagt man bei dieser Art von Veranstaltung nicht eher: mussten?), werden bestätigen, dass der Sound der Gruppe live ein wenig rockiger rüberkommt. Und das ist auch gut so. Wären die Gitarren deutlich weiter in den Vordergrund gemischt, dann käme das durchaus in großem Maße vorhandene Potential viel Rocker-kompatibler rüber. So allerdings werden in meinen Augen The Ark zu einer Beschallungsalternative zu den Village People beim nächsten Christopher Street Day...

Frank Scheuermann






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