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Thrash You

Label: Dockyard1 (2007)

www.gebolze.de - so haben die Jungs von Abaonded ihre eigene Website getauft, was mit einem leichten Schmunzeln schon auf die musikalische Ausrichtung der Hessen hinweist. Das Erstlingswerk "Thrash Notes" schlug erstaunlich positiv ein und zog einen wahren Live Marathon nach sich, so dass Abandoned in den letzten 2 Jahren auf allen wichtigen Festivals der Republik spielten und ihre Qualitäten auf der Bühne nachhaltig unter Beweis stellen konnten. Die logische Folge ist nun das folgende Zweitwerk "Thrash You", mit dem die Jungs die eingeschlagene Linie gnadenlos weiterverfolgen.

Konnte man dem Vorgänger "Thrash Notes" noch ein wenig die fehlende Abwechslung in den Songs attestieren, so haben Abandoned an diesem Manko ordentlich gefeilt und präsentieren mit dem aktuellen Album Thrash Metal in der reinsten Form, aber auch mit den erforderlichen Breaks, was in Kombination mit einer Reihe von Killerriffs ein Album von allererster Güte ergibt. Verfolgt der Opener 'Visions Of Death' noch die trockene Marschrichtung des Vorgängeralbums, so zeichnen sich die folgenden Songs insbesondere durch die variantenreichen Intros der Stücke aus. Während 'We Are Hell' recht melodisch beginnt und auch in den Soliparts etwas Abwechslung reinbringt, startet 'Disorder' beispielsweise mit einem flinken Gitarrensoli, bevor das gewohnte Riffgewitter einsetzt, das natürlich auch weiterhin das erste Markenzeichen der Jungs darstellt. Insbesondere ein Song wie 'Sands Of Time', der stark an die göttlichen Grip Inc. erinnert, zeigt den Entwicklungsprozess der Band. Mit 'Feel The Fire' hat man zudem eine reinrassige Thrash Granate am Start, die von ersten bis zur letzten Sekunde die Nackenwirbel strapaziert und mit einem süchtig machenden Chorus gesegnet ist. In Szene gesetzt werden die Tracks von Frontmann Eric Kaldschmidt, dem man ebenso wie dem Rest der Band den Spaß an der Sache deutlich anmerkt. Die Kurzlebigkeit der Scheibe macht dann letztlich ein Song wie 'To Blind To See' deutlich, der in bester Midtempomanier, die Power der Band vollends zur Geltung bringt. Mit 14 Songs ist man zudem bestens bedient, um die Fönwelle mal wieder ordentlich durchzuwirbeln.

"Thrash You" könnte keinen passenderen Titel verdienen und bietet Old School Thrash Metal der gehobenen Klasse. Ein ganz heißer Tipp!

Oliver Bender






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