Reviews

Metal

Label: Steamhammer (2007)

Jeff Waters veröffentlicht mit seiner Band Annihilator Metal-Scheiben auf hohem Niveau. Die Band an sich hatte mit ihm über die Jahre hinweg die einzige Konstante, beim neuen Album „Metal“ gehen sogar die Gastmusiker Songweise ein und aus. Die einzelnen Musiker jetzt aufzuzählen wäre mühselig, auf jeden Fall dabei waren Angela Gossow & Michael Amott (Arch Enemy), Anders Bjorler (The Haunted) und Jesper Stromblad (In Flames).

Das neue Album habe ich mir durchgehört, es ist ein gutes – doch kein überragendes. Die Rhythmusarbeit ähnelt sich leicht in den Songs, was jedoch genial hervorsticht sind die Gitarren-Soli! Ein Genuss für die Ohren! Okay, bei den Gastmusikern sind einige Gitarrenhelden dabei - da will man meinen, die können die Axt schwingen. Dennoch finde ich die Symbiose von der Annihilator-Crew mit den Gastspielern auf dem Album gelungen. Einige Songs stechen hervor, sind richtige Ohrwürmer: 'Couple Suicide', 'Army Of One' (cooler Text!), 'Haunted' (Killer) oder 'Kicked' (sehr speedig). Der Rest ist gute Ware, aber bis auf die Soli keine Genre-Klassiker. Die Produktion der Scheibe finde ich einen kick zu glatt, mehr Raues im Sound wäre passender gewesen. 

Der Aussage von Jeff Waters, dass "Metal" wahrscheinlich eines der besten Gitarrenalben aller Zeiten ist, kann man ohne Abstriche bestätigen. Eine reinrassige Ballade gibt es auf dieser Scheibe nicht, was ich schade finde, da eine oder zwei Ballade(n) das Album "aufgelockert" hätten. So bleibt festzuhalten: Annihilator liefern wieder niveauvolles Material ab, dass das Reinhören auf jeden Fall lohnt - Annihilator-Fans müssen die Scheibe sogar kaufen. Blind!

Andreas Lorenz






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