Reviews

Out Of Exile

Label: Interscope Records (2005)

Audioslave, ist eine Fusion von erstklassigen Bands. Die „Supergruppe“, wie sie oft genannt wird, besteht aus dem ehemaligen Soundgarden Frontmann Chris Cornell und Rage Against The Machine ohne Sänger Zack de la Rocha. Entstanden ist das Ganze, als Zack im Jahr 2000 die Gruppe wegen musikalischer Differenzen verließ und man auf der Suche nach einem neuen Mann am Mikro war. Man fand Chris und benannte die Gruppe um. 2001 kam dann das gefeierte Debüt, was angesichts der Besetzung keine Überraschung war, denn die Rage Against The Machine Mannen haben kein Deut von ihrem Können verloren. Nun kommt die zweite Veröffentlichung im Langformat die den Namen „Out Of Exile“ trägt.
Der erste Titel ‚Your Time Has Come’ ist, wie der größte Teil des Silberlings, im Midtempo-Bereich angesiedelt. Einfach aber wirksam, heißt die Devise, wenn es bei Tom Morello und Co um die Gestaltung des Gitarrenspiels geht, denn schließlich soll man ja erst bei den hervorragenden Soli zeigen, was man wirklich drauf hat. Der Titeltrack, der an zweiter Stelle drankommt, ist sehr balladenhaft gestaltet, trotzdem wird es nicht langweilig, weil der Refrain eingängig und die Struktur von Schlagzeug, Bass und Gitarre sehr abwechslungsreich gestaltet ist. Wie dieses Werk ist das Album insgesamt angelegt, abwechslungsreich und immer kreativ. Die Stimme von Chris Cornell ist dabei das Tüpfelchen auf dem i, denn er reißt den Hörer wieder und wieder aus der Realität. Träumen scheint ausdrücklich beim Konsum dieses Musikproduktes erwünscht, denn die Sinne aller Käufer werden befriedigt, sowohl die der anspruchsvollen Rockliebhaber als auch der chartsorientierten Kommerzunterstützer. Ein etwas schnelleres Werk, das man laut anhören sollte, hat es ebenfalls auf die Scheibe geschafft. ‚Man Or Animal’ ist, passend zum Titel, aggressiv gehalten und bietet die Möglichkeit sich wenigstens einmal während der gut 53 Minuten kräftig auszutoben. Eine Sache gibt es noch anzumerken, entgegen seiner Gewohnheit Lovesongs immer mit negativen Dingen wie Tod oder ähnlichem anzufüllen, hat Chris mit ‚Yesterday To Tomorrow’ ein Werk abgeliefert, das sich ausschließlich um das große L ohne irgendwelche Schattenseiten dreht.

„Out Of Exile“ kann man jedem empfehlen, besonders den Leuten, denen System Of A Down zu schnell und verrückt ist, denn es ist, auch wenn das Debüt besser war, qualitativ immer noch sehr hochwertig.

Winfried Bulach






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