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Astralism

Label: Frontiers Records (2006)

Seit der letztjährigen EP kenne ich bereits Astral Doors, eine verdammt hoffnungsvolle Band aus Schweden. Die Musik bedient sich bei klassischen Vorbildern im Spannungsfeld zwischen Deep Purple, Whitesnake (vor allem der Gesang erinnert dramatischst an David Coverdale zu Zeiten von „1987“), Rainbow, Dio und Yngwie Malmsteen. Das ist kein Zufall, wissen sich doch die Herren Patrick Johansson (vocals), Martin Haglund, Joachim Nordlund (beide guitars), Joakim Roberg (organ), Mika Itäranta (bass) und Johan Lindstedt (drums) genau diesen Künstlern der 70er und 80er Jahre in besonderem Maße verpflichtet.

„Astralism“ wurde in Peter Tätgrens Abyss-Studio unter Mithilfe des Pain und Hypocrisy-Masterminds aufgenommen. Die Mitwirkung dieses Soundtüftlers kann man „Astralism“ zu jedem Zeitpunkt anhören. Dieser Silberling hat mich vom ersten Ton an so weggehauen, dass ich beim Abliefern meiner Tochter im Kindergarten völlig vergaß, dass dieser sich in einer Spielstraße befindet…Hoffentlich hat’s keiner gesehen…Wenn die Astral Doors es auf ihrer Herbsttour im Vorprogramm der Blinden Gärtner genauso krachen lassen wie auf „Astralism“, dann muss sich Deutschlands Aushängeschild in Sachen True Metal einiges einfallen lassen, um nicht jeden Abend von der Wand abgekratzt zu werden! Dabei ist über die gesamte Laufzeit von 54:58 kein einziger Schwachpunkt auszumachen. Vom Opener ,EVP’, der gleich die richtige Schlagzahl vorgibt, über den bereits von der EP bekannten Track ,Raiders Of The Ark’ bis hin zum epischen ,Apocalypse Revealed’ bleibt kein Wunsch unerfüllt. Ein besonderes Schmankerl bietet das augenzwinkernde ,From Satan With Love’. Wenn diese Scheibe ihre Käufer nicht findet, dann stimmt etwas mit der Welt nicht!

Frank Scheuermann






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