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Nemesis Within

Label: Dockyard1 (2006)

Laut den ersten Treffern in Google hat das Städtchen Umea in Schweden knapp 100.000 Einwohner. Zwar nicht klein, aber in anbetracht der Tatsache, welch starke Bands aus dieser Gegend kommen, liegt die Vermutung nahe, dass dort jeder Einwohner wohl schon mal mit einer Gitarre in Berührung angekommen ist. Nach Nocturnal Rites, Naglfar, Meshuggah oder auch den Newcomern von Persuader schickt sich mit Assailant nun die nächste hoffnungsvolle Formation auf, auch außerhalb Schwedens von sich reden zu machen. Mit von der Partie ist auch Gitarrist Oskar Norberg, dessen Brüder Nils (Nocturnal Rites) und Emil (Savage Circus, Persuader) ein Begriff sein dürften.

Wenn diese Platte die Würdigung bekommt, die sie verdient, dürfte auch bald der dritte Sproß der Familie in einem Atemzug mit seinen Brüdern genannt werden. Assailant versprühen auf ihrem Debutalbum „Nemesis Within“ eine unglaubliche Spielfreude und paaren gleichzeitig melodische Elemente mit messerscharfen Riffs und traditionellen Heavy Metal Trademarks. Selten eine Band in letzter Zeit erlebt, die aggressive Züge dermaßen melodisch rüberbringen kann und gleichzeitig so viele Einflüsse unter einen Hut bringt: Hier und da gibt’s ein paar Thrash Elemente, die Keys sorgen für einen Schuss Epik während die beiden Gitarristen durch fantastische Soloeinlagen und derbe Riffattacken der Band eine eigene Note verleihen. Da passt auch Sänger Peder Sundquist hervorragend in das Gesamtbild: Je nach Stimmung peitscht er die Stücke mit seiner aggressiven Stimme nach vorne, streut des Öfteren auch mal die nötigen Crowls ein, beweist zugleich auch aber auch Tiefgang. Exemplarisch hierfür sei der Track ‚Tomorrow’genannt, der die gesamte Bandbereite der stimmlichen Fähigkeiten des Shouters rüberbringt. Assailant haben wirklich von jedem etwas zu bieten, ohne andere Formationen zu kopieren oder die eigene Identität aufzugeben, im Gegenteil: Die Jungs klingen unvergleichlich und das ist das größte Kompliment, dass man Ihnen machen kann. Anspieltipps erspare ich mir an dieser Stelle. Holt euch die Scheibe, solche Debutalben gibt es selten!

Oliver Bender






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