Reviews

Armchair Martian
Who Wants To Play Bass?

Label: My Records (2002)

Armchair Martian, das sind Jon Snodgrass (Songwriter, Gitarre und Gesang), Paul Rucker (Drums) und ein ständig wechselnder Bassist (im Booklet sind sechs verschiedene aufgelistet), deshalb vermutlich der Name der Scheibe „Who Wants To Play Bass?“. Anders als auf der Split CD mit Bad Astronaut geben Armchair Martian hier Alt-Country Songs zum Besten, die, laut Promoinfo, dazu einladen sich mit Jon an die Bar zu setzten, Bourbon (der Jon’s Stimme eindeutig geprägt hat) zu trinken und mit ihm über Gott und die Welt zu philosophieren. Besser kann man es wirklich nicht beschreiben. Aber kommen wir zum wesentlichen, den 13 Songs auf dem vierten Longplayer von Jon Snodgrass & Co. Zu Beginn gibt es eine gefühlvolle Ballade namens ‚Mexican Song’, die auf Akustikinstrumenten eingespielt wurde und mit einem Klavierpart endet. ‚Saving Anger’ ist der wohl eingängigste Song des Albums, ein wenig ruhig aber rockig. Genau wie der nächste Track ‚Break Your Frame’, der noch zusätzlich ein gutes Rocksolo enthält. Einen typischen Truckersong bekommt der Zuhörer mit ‚Losin’ Letters’ geboten. Mein persönliches Highlight stellt der Song ‚Confession / Jeffson’ dar, es wechseln sich progressive Rockparts mit balladenartigen Akustikparts ab und das bei einer Gesamtlänge von 6.21 Minuten. Die Songs ‚Re-Routed’ und ‚Sustated’ gehen ineinander über und sind beide etwa im selben Stil aufgebaut: Armchair Martian geben richtig Gas mit Rock pur. Der letzte Track ist eine Art Medley der kompletten CD, nochmals 30 Minuten Jon Snodgrass & Co im sanften Country / Rock Stil. Das Album dürfte wohl nur was für Leute, die sanfteren Rock á la Elliot Smith bevorzugen sein.

Nils Manegold






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