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A Perfect Forever

Label: Locomotive Music (2005)

Seit nunmehr vier Jahren treibt eine altägyptische, schakalköpfige Gottheit im Norden Dänemarks ihr Unwesen. Mit „A Perfect Forever“ legt man nun den zweiten Silberling seit 2004 vor.

Betrachtet man den Werdegang der beteiligten Musiker in den letzten zehn Jahren, dann stellt man Wurzeln in Thrash-, Speed und Progressive Metal fest. Dementsprechend klingt auch das Ergebnis: klassische Metal Vocals, fette Riffs und dazu manchmal etwas progressiven Pathos mit vielen Double Bass Attacken und cleanen, von Keyboards getragenen Melodiebögen verschmelzen zu einem eigenständigen Ganzen, dass allerdings nicht immer exakt auf den Punkt kommt.

Zuweilen kommen die Breaks zu hektisch und alles könnte etwas organischer rüber kommen. Versteht mich nicht falsch, „A Perfect Forever“ ist eine schöne Scheibe geworden, aber man hat durchgehend das Gefühl, dass alle Beteiligten noch erheblich mehr erreichen könnten.

Natürlich kann ich in der Flut heutiger Veröffentlichungen verstehen, wenn man sich um die Ausprägung eigener Trademarks bemüht und doch immer nur mit den gleichen Szenegrößen von Iron Maiden über Judas Priest bis hin zu Metallica verglichen wird, aber das muss noch nicht zwangsläufig dazu führen, dass man tolle Songideen mit übertriebenen Breaks zerhackt oder Intros und Outros anflickt, die so gar nichts mit dem sonstigen Song zu tun haben.

Für weitere Veröffentlichungen würde das Motto „weniger ist mehr“ wieder einmal einen Zugewinn bringen!

Frank Scheuermann






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