Reviews

Double Live Annihilation

Label: SPV (2003)

Da haben wir also die zweite Liveplatte der Kanadier um Jeff Waters. Auf den schnieken Namen „Double Live Annihilation“ hört sie und daraus schließen wir messerscharf, dass es sich um eine DoppelCompaktDisk handelt. Über 90 Minuten Annihilator live und das löblicherweise zum Preis von einer CD. Dennoch ist eine Liveplatte ebenso wie eine Best-Of meiner Meinung nach eine zwiespältige Sache, einerseits ist es cool die Band auch zu Hause live zu haben, andererseits haftet einer solchen Platte, es ist bereits die zweite von Annihilator, etwas der Duft von Abzocke an.

Die Qualität der Musik der Nordamerikaner ist jedoch unbestrittenerweise hoch. Ein Streifzug durch die Geschichte von „Alice In Hell“ bis zum letzten Release „Waking The Fury“ ist breit angelegt, so dass von fast allen Alben Songs vertreten sind. Die Soundqualität ist sehr ordentlich, man glaubt fast nicht, dass live mitgeschnitten wurde. Das Publikum ist leider etwas aufgesetzt und, wie Jeff selbst zugegeben hat, nicht mit aufgenommen, sondern später dazugemischt worden. Neben Klassikern wie ‚Never Neverland’, ‚Alison Hell’, ‚Phantasmagoria’ oder auch ‚I Am In Command’ sind auch neue Knaller wie ‚Striker’ vertreten. Hier ist auch ein (leider kurzes) Drumsolo von Randy Black verbraten worden. Live einfach klasse kommt Sänger John Comeau, der zwar nicht ganz so abgef**kt Alice schreien kann wie Randy Rampage, aber gerade bei der AC/DC Nummer Shallow Grave völlig überzeugt.

Ich empfehle Leuten, die Annihilator noch nicht kennen diese Platte, da sie einfach eine nette Palette an Hits umfasst. Metaller, die die Alben besitzen, können ihr Geld, wenn sie nicht totale Freaks sind, aber in andere Scheiben investieren.

Christian Kremp






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