Reviews

We Have Come For Your Parents

Label: Virgin Music (2000)

Auf ihrem neuen Album lassen die Jungs von Amen ihrem Hass auf Gott und die Welt, vor allen Dingen aber auf ihr Heimatland, wieder freien Lauf. Herauskommt dabei ein ziemlich wütender Mix aus Punk, Hardcore und zahlreichen anderen Einflüssen, der sich immer auf einem recht moderaten Mid-Tempo hält. Ich muss ehrlich sein, als ich die Scheibe zum ersten Mal einlegte, fühlte ich mich etwas überfahren, da das gesamte Klangbild doch sehr ungewohnt ist. Allerdings erfasste mich spätestens beim Refrain von ‚The Price Of Reality’ ein unbeschreibliches Gefühl. Ich konnte nicht mehr still sitzen bleiben, ich musste einfach aufstehen und durch die Wohnung pogen wobei es nicht ausblieb mitzugrölen: ‚It’s just a holiday for you ...’. Sicher ist, dass dieser rabiate Sound ne’ Menge Spaß machen kann. Zu empfehlen ist aber, dass man sich die Scheibe im Plattenladen schon mal etwas zu Gemüte zieht, denn für jedermanns Geschmack ist sie nichts, aber sicherlich war das auch nicht das Ziel der Truppe um Frontmann Casey Chaos.

Thorsten Jäde






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