Reviews

Secret Spheres Of Art

Label: Locomotive Music (2005)

Persönliche Premiere für mich bei Evil Rocks Hard: Nachdem sich in meinem Briefkasten schon Alben aus den unterschiedlichsten Erdteilen gefunden haben, gehört nun auch eine Band vom Balkan in den illusteren Kreis: Alogia. Laut Angaben des Labels sind die Serben die bekannteste Power Progressive Metal Band ihres Landes. Schon erstaunlich wie das gehen soll, wenn man noch kein Album veröffentlicht hat. „Secret Spheres Of Art“ ist der erste Streich der sechsköpfigen Combo, um sich nun auch außerhalb des Heimatlandes einen Namen zu machen.

Der Albumtitel sowie das Cover täuschen überraschenderweise auch nicht über die stilistische Bandbreite der Band hinweg: Melodic Metal mit einer gehörigen Portion an progressiven Einschlägen. Die Tracklist von 14 Songs täuscht ein wenig, da sich die Band hier einiger Zwischenstücke bedient, wie man es auch von „Nightfall in Middle Earth“ (Blind Guardian) oder „The Mission“ (Royal Hunt) kennt. Effektiv kommen wir somit auf 9 Songs, mit denen die Serben einen guten Einstand feiern. Wie es sich für eine progressive angehauchte Formation gehört, ist natürlich dem Experimentierdasein keine Grenzen gesetzt. Und so verschmelzen in den Songs Hard Rock Platituden ebenso wie klassische Einschnitte und elektronische Keyboard Parts. Letztere kommen zum Glück nicht allzu häufig vor, da sie bei ,Politics Of War’ den Eindruck erwecken, die Keys werden mit einem Akku betrieben, der auf dem letzten Loch pfeift. Die Gitarren sind ab und an für meinen Geschmack zu hoch gestimmt (z. B. Lead Gitarre bei ,Secret Spheres’), aber ansonsten machen die Jungs wirklich einen guten Job. Die Songs sind gut arrangiert und überfordern den Hörer nicht. Hier und da gibt es auch mal straighte Uptempotracks wie ,Falling Asleep’ zu bestaunen. Sänger Nikola Mijic hält sich überwiegend in hohen Regionen auf, stellt sein Können aber auch bei tieferen Vocals unter Beweis. Die flotten Phasen der Tracks erinnern ein wenig an Rhapsody, ohne jedoch deren Bombast in den Songs zu reflektieren.

Ein wirklich gelungenes Debut, nicht nur für Proggies geeignet.

Oliver Bender






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