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Russell Allen's Atomic Soul

Label: InsideOut (2005)

Russel Allen, Frontmann der kongenialen Band Symphony X mit seinem ersten Solo-Album. Was wurde im Vorfeld der Veröffentlichung nicht schon alles spekuliert, man wusste ja dass sich Sir Allen seine beiden Weggefährten Michael Pinella und Michael Romeo von Symphony X mit ins Boot geholt hat. Doch was ist das? Keine großartigen Spielereien oder progressiven Passagen, einfach nur Rock. „Russel Allen’s Atomic Soul“ ist ein wahres back-to-the-roots Album geworden, das nicht im Entferntesten etwas mit seiner Stammband zu tun hat.
Schon im Opener ‚Blackout’ wird die Nähe zu seinen musikalischen Wurzeln klar: Rock’n’Roll Marke AC/DC. Einfaches Riffing, Sirenengeheule und Russells dominierende Stimme sorgen bereits beim ersten Song für Nackenschmerzen. Der zweite Song ‚Unjustified’ kommt hingegen schon ein wenig düsterer daher und versprüht eine ganz gehörige Portion Aggressivität in Russells Vocals. ‚Voodoo Hand’ lässt ebenfalls keine Zeit für Erholungspausen, denn hier gibt es erneut eine kleine Lehrstunde im Bereich Rock’n’Roll, diesmal kommt auch endlich mal wieder die lang vergessene Kuhglocke zum Einsatz, ein klasse Song. Das anschließende ‚Angel’ erinnert stellenweise doch sehr stark an die uralten Bon Jovi Sachen, vor allem der geniale Refrain. In ‚The Distance’ wird’s dann doch noch ein wenig kuscheliger, auch wenn die Gitarren im Hintergrund ihrer rotzigen Linie treu bleiben. Mit ‚We Will Fly’ ist dann doch noch eine überaus epische Rockballade á la Meat Loaf vertreten. Zum Schluss macht ‚Atomic Soul’ noch einmal so richtig Feuer unterm Arsch und lässt die Boxen brummen.

„Russell Allen’s Atomic Soul“ ist alles andere als ein Freizeitvertreib von Russell Allen, es ist vielmehr eine wahnsinnig coole Hommage an die alten Rock’n’Roll und Hard Rock Recken.

Nils Manegold






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