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Made By Destiny

Label: Finest Noise (2005)

Nicht erst seit gestern machen Absent For A Week Musik. Gut 5 Jahre sind ins Land gegangen und nun wird ihr drittes Werk von Finest Noise auf den Markt geworfen, welches schon gut ein Jahr über die bandeigene Homepage vertrieben wird. Die vier Westfalen haben, neben einer großen Menge an Konzerten mit Größen wie Die Happy, Rantanplan und Silbermond, einen Sieg beim Emsboom Bandcontest 2004 zu verzeichnen, der dem Selbstvertrauen sicher einen Schub verliehen hat. Doch nun zu „Made By Destiny“, welches die Live Energie der Band auf CD wiedergeben soll.

Den letzten Satz sollte man nicht falsch verstehen, denn die EP ist keineswegs eine Live Aufnahme, sondern eine aus dem Studio. Energie ist trotzdem drin, wenn Anselm, Matthias und Lothar ihre Instrumente anschlagen, während Sängerin Diana ihr zartes Stimmchen erhebt um die Luft in Vibration zu versetzen. Doch so zart klingt es nicht mehr wenn die Frontfrau erst in Fahrt gekommen ist und alte Fragmente von Sandra Nasic oder Marta Jandova wachruft. Musikalisch klingt die Band nicht nach Emorock, wie sie sich gerne selbst bezeichnen, sondern nach härterem Stoff, was nicht zuletzt an der metallischen Präsenz des Basses und den tiefen Gitarrentönen liegt. Absent For A Week klingt ähnlich wie Presence Of Mind, die ich vor kurzem besprochen habe, doch viel roher und ungeschliffen, was man auch als Mangel von Qualität deuten könnte. Daran könnte das Quartett bestimmt noch drehen um sich zu verbessern, denn sehr gute Ansätze, auch vom Songwriting her, sind klar erkennbar. Da es bis jetzt nur Output in Form von EPs gab, könnte die Band sich dieses Ziel für ein kommendes Album stecken.

Mein Tipp: Auf ein kommendes Album warten und sich die Zeit bis dahin, mit der CD von Presence Of Mind vertreiben, die, meiner Meinung nach, einen kompletteres Klangbild auf den Tonträger gebannt haben.

Winfried Bulach






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