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A vs. Monkey Kong

Label: Warner Music (1999)

Um sich in einem Plattenladen ganz nach vorne ´zu schmuggeln´, gibt es eine ganz einfache Lösung: man tauft seine Band ´A´. Okay, Klugscheißer würden jetzt anmerken, dass Zahlen, noch vor jedem Buchstaben stehen, aber das ist nun auch egal. Denn A haben sich einen Namen (... oder vielleicht doch eher einen Buchstaben) gemacht. Die drei Brüder (2 davon Zwillinge) Jason (Vocals), Adam (Drums) und Giles (Keyboard), sowie Daniel P. Carter (Bass) und Mark Chapman (Gitarre) sorgten 1997 zum 1. Mal für Aufsehen, als sie ihr Debüt-Album „How Ace Are Building“ veröffentlicht. Und da begann das große Touren, erst in englischen Pubs, später auch in den verschiedensten Ländern Europas, unter anderem 1999 mit der Bloodhound Gang, was ihnen endlich zu einwenig Aufmerksamkeit in Deutschland verhalf. ‚I Love Lake Tahoe’ aus dem Album „A vs. Monkey Kong "lief plötzlich rund um die Uhr auf allen Radio- und Musiksendern. Ich würde sie keinesfalls als überragend oder außergewöhnlich gut bezeichnen, doch gerade das macht sie so einmalig. Nun mal im Ernst, Jason ist doch nun nicht gerade ein stimmliches Wunder und ihre Musik ist auch nicht gerade das, was man als die Neuentdeckung bezeichnen würde. Doch genau das macht ihre Musik so ´liebenswürdig´. Außer ihrem Sommerhit (oben schon erwähnt), enthält das Album auch noch einige Songs die eher in die Punkrock-Richtung gehen (‚Warning’ oder ‚Don’t Be Punks’). Klingt alles ziemlich ausgeflippt, ist also eher die Musik die man sich auf dem Höhepunkt eine ausgelassenen Party anhört. Songs wie ‚Down On The Floor’ gehen wieder eher in Richtung Britpop/Rock. Und natürlich fehlt auf dieser Platte nicht der obligatorische, ruhige mitsingen-und-alles-wird-gut-Song (‚Hopper Jonnus Fang’). Es ist definitiv ein Album für Partys und Tage allein Zuhause, wenn keiner sein grauenvolles Mitgegröle hören kann.

Verena Kuhn






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