Reviews

Animal Anger

Label: Massacre Records (2004)

Respekt, Respekt, was die Mannen um Stefan Berggren (Vocals, ex-Company Of Snakes) und Rolf Munkes (ex-Vanize, Majesty) auf ihrem Erstling vom Stapel lassen kann sich durchaus sehen - respektive hören - lassen. Auf gut 43 Minuten Spielzeit wird das gesamte Spektrum melodischen metallischen Schaffens abgedeckt, ohne dass man sich zu sehr gefährlichen AOR-Gewässern annähert. So finden sich als Extrempunkte deutliche Helloween-Referenzen im Opener ‚The Hymn’, Foreignerzitate ‚One By One’ und Dio-Parallelen ‚A New King In Town’.
Das alles wird auf sympathische Art vorgetragen von Musikern, die ihr Handwerk zu verstehen scheinen. Balladeske Momente gibt es natürlich auch zu verzeichnen (‚Fire And Rain’), aber das Hauptgewicht liegt auf traditionellen Hardrock und melodischen Metalsongs, wie sie nur in good old Germany gezimmert werden, ein paar Meter weiter im Norden (Sverige, das Ikealand) klänge das Ganze schon wieder zu sehr nach Fahrstuhl...

Abgerundet wird diese schöne Scheibe durch eine gute Produktion, die sich auch an die Genrevorbilder hält. In Verbindung mit dem guten Songmaterial können wir uns also schon auf eine Tournee und weitere Veröffentlichungen freuen. In den 80ern hätten sie damit so manche hübsche (aber unfähige) LA-Kombo lockerst von der Bühne geblasen! Weiter so!

Frank Scheuermann






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