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New Protection

Label: Nuclear Blast (2007)

Wem ist Uli Kusch noch nicht bekannt? Diesen Mann kann man ohne weiteres als Workaholic bezeichnen. Bekannt als Songwriter-, Producer-, aber vor allem als Schlagzeuger. In einigen Bands und eigenen Projekten hat er Erfahrungen gesammelt und Erfolg geerntet. Nicht gerade verwunderlich also, dass Kusch nach dem Ausstieg bei Masterplan ein weiteres, neues Projekt auf die Beine stellt. Ride The Sky titelt sich die neue, fünfköpfige Band. Das der Bandname gleichzeitig ein alter Helloweensong ist lassen wir mal als Zufall stehen und widmen uns dem Erstling "New Protection".

Sicherlich werden Ride The Sky in Kürze eine große Fangemeinde haben. Guter, moderner Power Metal füllt das Erstlingswerk der Band. Die einzelnen Songs sind abwechslungsreich und die variable, kräftige Stimme von Bjørn Jansson trägt zum bevorstehenden Erfolg sicherlich einen großen Teil bei. An vielen Stellen scheint eine poppige Ader durch die Haut (z.B. bei 'Smile From Heavens Eye') was dem Album einen Art Gute-Laune-Metal-Flair verleiht. Die Scheibe führt auf eine Reise die gezeichnet ist durch verspielte Keyboardklänge vermischt mit scharfen Metal-Riffs und ab und an gut gelungen aggressiven Parts. Der Titelsong und auch der erste Track auf der Scheibe 'New Protection' bietet einen guten Einstieg für die nächsten knapp 50 Minuten. Als Opener bietet er das gewisse Etwas, Refrain bleibt in den Gehörgängen hängen. Ein absolut typischer Power Metal Song mit ziemlich viel poppiger Art ist wie schon vorab erwähnt 'Smile From Heavens Eye'. Wohl nicht der absolute Fave und auch eher Geschmackssache. Dennoch keineswegs langweilig und ein regelrechter Ohrwurm. Als wirklich starken, professionellen Song muss man 'Silent War' benennen. Durch abwechslungsreiche Songpassagen, den mal wieder ohrwurmtauglichen Lyrics und die einwandfreie Gitarrenarbeit, springt dieser Track in die oberste Reihe der Favez. Nicht ausschließlich Power Metal ist hier zu hören. Nein, auch der uns allen bekannte Progressive Metal ist mit ins Album gerutscht. Sogar die Hörer die nicht gerade die Fans von Prog sind werden 'Prince Of Darkness' sicherlich mögen. Vor allem die Solis sind absolut hörenswert. Ebenso etwas progressiv ist der nachfolgende Track 'Break The Chain'. Als Atempause kann man Track Nummero 7 bezeichnen. Im Midtempo geht's etwas weniger verspielt. Genauso geht's mit 'Far Beyond The Stars' weiter, aber auch hier bleibt der Refrain im Gehörgang und kann ziemlich schnell mitgesungen werden. Von Power zu Prog, nun zum Thrash. Auch von diesem Genre ist die Platte etwas geschmückt. 'Black Couds', obwohl, auch hier gibt's einige progressive Einflüsse. Jedoch nicht gerade überragend. Bei 'Heaven Only Knows' gibt's wieder den wieder erkennbaren und bekannten Refrain. Vocals rücken jedoch etwas in den Background. Ein gekonnter Abschluss bietet 'A Crack In The Wall', welches das  Werk von Ride The Sky abrundet.

Gute Laune gibt's bei dieser Scheibe auf alle Fälle. Abwechslungsreich und professionell. Hoffen wir, dass trotz dem momentanen Ansturm an neuen Power Metal Bands, Ride The Sky nicht untergehen. Ab dem  24. August in dem CD Laden eures Vertrauens. Hört rein, es lohnt sich.

Steffie Krämer






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