Reviews

Brahmavidya Primor

Label: Soulfood Music (2005)

„Vedic Metal“ nennt diese aus dem fernen Asien stammende Truppe ihren Stil. Was  das textliche Konzept anbelangt, welches sich mit Quellen der vedischen Tradition beschäftigt, dürfte diese Umschreibung wohl völlige Berechtigung haben. Musikalisch behilft man sich einerseits vornehmlich mit Death-, Thrash- und rudimentär auch Black-Metal-Paradigmen, die zwar weitgehend einer Originalität und auch revolutionären Ansprüchen entbehren, aber dennoch in Ordnung gehen. Doch darf natürlich neben dem coolen Gesang der zweite musikalische Aspekt nicht unerwähnt bleiben, nämlich die exotischen, unterhaltsamen Einschübe und Einflüsse, die wiederum den Bezug zum lyrischen Unterfangen herzustellen vermögen und damit den Kreis schließen. Wenngleich diese mitunter altertümlich-klassisch anmutenden Stellen z.B. in Bezug auf den Gesang teilweise etwas unausgereift klingen (die Percussions sind hingegen hörenswert), verleihen sie der Band in dieser Hinsicht einen eigenen Charakter. Zum Einsatz kommen diesbezüglich Gruppen-Percussion, Tabla, Dolki, Akustik-Gitarre sowie gleichfalls der thematisierten kulturellen Tradition Rechnung tragender Männerklar- und Frauengesang.
Fazit: Eine nur knapp über dem Durchschnittlich liegende Veröffentlichung, jedoch angereichert mit interessanten stilfremden Elementen.

Stefan Raehse






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