Reviews

Won't Turn Down

Label: Defiance Records (2001)

River City High dürften hierzu Lande noch unbekannt sein, aber ich hoffe das sich das mit ihrem Debütalbum ändern wird. Die vier Jungs kommen aus Richmond und haben sich in den Staaten schon eine ´große´ Fangemeinde erspielt, denn ihre Live-Präsenz in diesem Jahr umfasste mehr als 200 Konzerte, unter anderen spielten sie Support bei Bands wie Blink 182, Jimmy Eat World, Less Than Jake, New Found Glory,... . Auf ihrem Erstlingswerk sind 12 richtig gute Punk´n´Roll Songs enthalten, die allesamt zu überzeugen wissen. Der Longplayer beginnt mit dem Song ‚Left Behind’, der leicht an die älteren Sachen von Down By Law (Deathnotes / melodisch) erinnert und gleich zu Beginn ein Highlight setzt. Im Anschluss kommt ein herrlich melodischer Song namens ‚Belle Said’, der durch seinen eingängigen Chorus und eine absolut geniale Melodyline der Gitarre zu überzeugen weiß. Passend zu der Lovesong-Atmosphäre im Song ‚Just Wonderin'’ gibt Mary Lou Lord ein kurzes Gastspiel und verpasst dem Song noch einen extra Schuss Klasse. Mit einer leichten Prise Traurigkeit geht es mit ‚Make It Up To You’ weiter, obwohl der Song doch ziemlich abgeht. ‚Just a Song’ ist ebenfalls eine Art Lovesong, aber diesmal nicht an die angebetete sondern an die Musik. Gefolgt wird dieser von ‚Runaround’, ein Song, den man eher im Emo Bereich ansiedelt, denn in typischer Samiam Manier wird hier abgerockt ohne Ende, wobei der Gesang durch seinen Variationsreichtum besticht. Andächtig geht es mit ‚No Free Rides’ weiter, eine Rockballade, die ebenfalls von den Gefühlsschwankungen im Gesang lebt. Nun kommen noch zwei Emo Songs ‚One Day’ und ‚Can´t Slow Me Down’, bevor es kurz vor dem Finish noch einen genialen Singalong-Punkrock-Song namens ‚Along For The Ride’ gibt, der sofort ins Blut geht und zum Mitsingen animiert. Die letzten beiden Songs ‚Hello November A.M.’ (akustisch) und ‚Hello November F.M.’ (ffff...verzerrt) können eigentlich als ein Song gesehen werden, denn der erstere fängt schon langsam an und geht über in den zweiten, indem man wieder zurück in Richtung Punkrock geht. Alle Achtung für ein Debüt bekommt man hier viel geboten, bin mal gespannt, ob die Jungs das nächstes Jahr auch mit auf unsere Bühnen bringen. Also wer auf musikalisch absolut hochwertigen Punkrock steht, der sollte hier auf jeden Fall zugreifen, denn River City High stellen schon mit ihrem Debütalbum Bands wie Blink 182 oder Green Day in den Schatten.

Nils Manegold






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