Reviews

I, Infidel

Label: Osmose Productions (2005)

Das rituelle Blutbad geht in die vierte Runde und es wird konsequent weiterentwickelt, was sich bereits auf den Vorgängern andeutete. Weg vom Death hin zum reinrassigen Thrash, so lässt es beschreiben. Mittlerweile ist der Death Anteil bei gerundeten 0% angekommen. Stattdessen haben sich die Japaner am reinrassigen Bay-Area Thrash orientiert. Es erinnert doch Exodus und Forbidden was da aus den Boxen tönt. Zumindest instrumental. Der Gesang von Danny ist hingegen sehr gewöhnungsbedürftig, singt er doch klar und sehr hoch (nicht im powermetallischen Sinn), quasi mit einer normalen Stimme. Sehr seltsam und beim ersten Durchlauf auch störend, doch auf Dauer passt es immer besser, außerdem sind die Riffattacken derart scharf, dass man über leichte Mängel einfach hinwegsehen muss. Es tönt richtig geil, hektisch, schnell und präzise knallen Ritual Carnage ein Album raus, das Thrash Metal Fans mögen müssten. Der Schlagzeugsound könnte zwar etwas natürlicher sein, doch der Gesamteindruck stimmt. Knackige 35 Minuten lang brezeln gibt es 11 Songs zu hören. Haarbewegung garantiert, bei Songs wie ‚Do Not Resuscitate‘, dem Titeltrack und besonders ‚Terror End Here‘ darf für Fans oben genannter Helden aber auch Death Angel Fans usw. kein Haar mehr neben dem anderen liegen. Es dauert zwar ein wenig bis die Songs sitzen, aber dann. Schönes Geschredder klassischer Art (gerade die Rhythmusgitarre geht nur ab), das nur im Gesang etwas abfällt. Japan at its best!

Christian Kremp






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