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The Oracle

Label: Frontiers Records (2001)

Um es vorweg zunehmen: Den Mannen von Ring Of Fire (Mark Boals-Vocals, Vitalij Kuprij-Keyboards, George Bellas-Guitars, Philip Bynoe-Bass, Virgil Donati-Drums) ist es nicht gelungen, das umzusetzen was sie uns versprochen haben: nämlich ´One of the best productions / performences in neoclassical heavy metal music.´ zu sein. Die Jungs haben einen eindeutigen Ideenüberschuss für jedes einzelne Lied, nur dass sie versuchen alle Ideen in jedes Lied hinein zu bringen, ist des Guten einfach zuviel. Denn dieser Überschuss schlägt sich auf das Konzept als auch auf die Harmonie jedes einzelnen Liedes nieder. In diesem Fall ist weder das eine noch das andere vorhanden. Gekennzeichnet wird der Ideenüberschuss durch die im Überfluss vorhandenen Breaks in den einzelnen Liedern. Bei den einzelnen Songs wird keine Spannung aufgebaut, und somit wird man des Öfteren dazu verleitet zum nächsten Lied zu zappen. Aber in diesem Zusammenhang müssen auch zwei Ausnahmen erwähnt werden. Die da wären: ,Prelude To The Oracle' und ,Circle Of Time'. Sollte man es in den darauf folgenden Liedern doch bis zur Mitte desselbigen schaffen, wird man durch den übereifrigen Keyboarder dazu verleitet zum nächsten Lied zu zappen. Selbst die Stimme von Mark Boals, die einen an Kai Hansen erinnern kann, kann den exzentrischen Keyboarder nicht vergessen machen. Im Großen und Ganzen aber kann man sagen, dass es einige 70-er Jahre Elemente gibt und das Gesamtpaket mit Aufmachung des Covers und des Inlays doch ´ganz nett´ ist. Mein Tipp: Erst sehr intensiv reinhören, dann kaufen.

Carsten Rothe






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