Reviews

Rage Of Discipline

Label: Kung Fu Records (2005)

Eine sehr ordentliche Scheibe liefern Righteous Jams da mit ihrem Debüt Album „Rage Of Discipline” unter Kung Fu Records ab. Und wer bereits jetzt abwinkt und eine erneute Version des immer populärer werdenden Metalcores erwartet, dem kann ich sagen, dass sich Righteous Jams, gemäß ihrer Herkunft, den Wurzeln des Hardcore widmen. Die noch sehr junge Band aus Boston begibt sich mit ihrem Erstling weit in die 80'er Jahre hinein. Als Vorbilder standen demnach die Gorilla Biscuits, Madball oder Shelter zur Seite. Selbst wenn das musikalische Level der Idole nicht erreicht wird, so macht es ganz einfach Spaß, die Scheibe reinzuschmeißen, und den teilweise groovigen, teilweise flotten Abgeh-Parts zu frönen.
Ohne die massiven Überproduktionen, tiefes röhrendes Shouting und Gitarren, die eher aus dem Mischpult als aus den Händen der Gitarristen stammen, ist der Stil von Righteous Jams einfach ehrlicher; ohne dabei die Produktion von „Rage Of Discipline“ schmälern zu wollen, wie gesagt, die Scheibe geht sehr gut ins Ohr. Ich denke lediglich, dass das Quartett es manchmal verpasst, an dem richtigen Punkt noch etwas mehr aufs Gaspedal zu drücken, die Bombe explodieren zu lassen und damit noch mal so richtig in die Fresse zu treten. Die Texte sind mäßig und eher zu kurz als zu lang, wobei Freundschaft und Enttäuschung eine große Rolle spielen. Allerdings ist es auch schwer, mehr in den Songs zu verpacken, da die gesamte CD mit ihren 10 Liedern gerade mal so die 13 Minuten Hürde nimmt.

Fazit: Reinlegen und genießen, echter ehrlicher Old School Straight Edge HC, der schneller vorbei ist, als man denkt!

Tim Ruhl






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