Reviews

Carpe Diem

Label: Massacre Records (2000)

Mit Carpe Diem haben die nimmermüden Dänen um Frontmann Ronnie Atkins bereits Ihr 14. Album veröffentlicht. Auch dieses Mal verzichtet die „Danish Dynamite“ Combo auf musikalische Experimente und und bietet Ihren Fans Heavy Rock pur! Wer noch nie was von der Band gehört hat, weiß gleich beim Opener „Violent Tribe“, woran er ist: Ein typischer Pretty Maids Song, gekennzeichnet durch seinen Speed, die gängigen Gitarrenriffs und die unverwechselbar raue Stimme von Ronnie Atkins. Der Titelsong „Carpe Diem“ schlägt in die gleiche Kerbe, bevor mit“Tortured Spirit“ der erste Mid-Tempo Song folgt, der jedoch durch die gelungenen Gitarreneinlagen mächtig rockt! Dannach folgen mit „I Wouldn't Miss You“ und „Clay“ zwei ruhigere Stücke, bevor es mit „Poisened Pleasures“ wieder härter zur Sache geht. Das darauf folgende „Until It Dies“ stellt für mich den Höhepunkt des Albums dar: die unterschiedlichen Tempopassagen werden von Ronnie Atkings sehr gut durch seine variantenreiche Stimme unterstrichen und machen diesen Song zu einem echten Killer! Anschließend folgen mit „The Unwritten Pages“ und „For Once In Your Live“ erneut etwas ruhigere Stücke. „They Are all A Like“, der schnellste Song des Albums, ist wieder ein typischer Rocker im Sinne von „Attention“ oder „Sin-Decade“. Das Album klingt mit erneut 2 ruhigeren Stücken („Time Awaits For No One“ und „Invisible Chains“ ) aus, wobei vor allem letzterer eine gute Rock Ballade geworden ist.

Pretty Maids liefern mit Carpe Diem ein gewohnt solides Album ab, ohne dabei jedoch die Klasse von früheren Scheiben zu erreichen. Die meisten Songs liegen im Mid-Tempo Bereich, wobei ein, zwei schnellere Songs à la „Future World“ oder „Dead Or Alive“ bestimmt nich geschadet hätten. Dennoch ist Carpe Diem für Fans ein Muß und auch Nicht-Kenner der Band werden einen Kauf bestimmt nicht bereuen.

Oliver Bender






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