Reviews

Evilution Part III - Nemesis

Label: Massacre Records (2002)

Powergod sorgten mit ihrem letzten Album „Bleed For The Gods” für Furore, bei dem sie mehr oder weniger bekannte Metalklassiker der 80er Jahre neu interpretierten und ernteten für ein Coveralbum erstaunlich viele Lobeshymnen. Umso gespannter durfte man auf das 4. Album „Evilution Part III- Nemesis“ sein, welches ausschließlich eigens komponierte Songs des Hagener Trios enthält. Schon nach den ersten Stücken wird klar, dass der Arschtrittfaktor kein bisschen nachgelassen hat. Neues Material in gleichem Gewand: Powergod bieten erneut lupenreinen Heavy Metal, der sich wie ein Vorschlaghammer in der Birne einhämmert und diese so schnell nicht wieder verlässt. Angesichts dieses brachialen Songgewitters lassen sich auch die Künstlernamen der drei Powergods erklären: Riff Randal spielt sowohl die Gitarre als auch den Bass, Drummer Hama Hart bringt den Doublebass ins Rollen und Shouter President Evil singt und schreit am oberen Limit aggressiver denn je und treibt jeden Song zum Maximum. Experimente sind hier fehl am Platz, dennoch wirkt das Album zu keinem Zeitpunkt langweilig. Tempokracher erster Sahne wie das grandiose ‚Freedom Call’ oder ,6-4-5’ schmücken dieses Album ebenso wie das groovende ‚Got Milk?’ oder das abwechslungsreiche ‚Parting Gift’. Mit dem Titelsong präsentiert man zum Abschluss eine richtige Übernummer mit epischem Charakter: Traditioneller Metal mit klassischem Gesang und hymnenartigen Chören machen aus dem über 11 Minuten langen Stück ein echtes Highlight. Als einzigen Ausfall würde ich lediglich ‚Courtroom Of Traitors’ bezeichnen, der einen chaotischen Eindruck hinterlässt und nicht so richtig zünden will. An der Produktion gibt es nichts auszusetzen, der Sound dröhnt erstklassig aus der Anlage und verleiht dieser Scheibe das nötige Flair.
 
Lässt man das Tributalbum „Bleed For The Gods“ mal außen vor, ist „Evilution Part III-Nemesis“ das bisher eindeutig beste Powergod Album, die die Fahne des traditionellen Heavy Metal weiterhin würdig gen Himmel halten.

Oliver Bender






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