Reviews

Silence Speaks

Label: Metal Heaven (2006)

Das letzte Platitude-Album "Nine" empfand ich bei seinem Erscheinen als echte Überraschung, konnte das Album mich über weite Strecken richtig begeistern. Von daher war auch die Vorfreude auf "Silence Speaks" nicht gerade klein. Dafür ist nun die Ernüchterung etwas größer. Zwar handelt es sich auch hier um ein cooles melodisches Hardrock-Album, doch leider erreicht es nie so richtig die Klasse des Vorgängers und schafft es auch ab und an, dem Rezensenten auf die Nerven zu fallen. Fragt mich nicht, warum, aber irgendwie fehlen mir hier die Eier. Trotz guter Melodien wie im Opener ‚Tell The Truth', dem Titeltrack oder auch ‚Empty Inside' plätschert das Album über weite Strecken an meinem Ohr vorbei, und ich glaube, mich erinnern zu können, dass gerade das Vorgängerwerk mich mit seinen Hooks immer wieder begeistert aufhorchen ließ. Vielleicht ist es auch die etwas drucklose Produktion oder die etwas zu inflationären ruhigen / balladesken Parts, die bereits beim zweiten Song ‚Nobody's Hero' den Hörer einlullen.

Wie bereits erwähnt, kann man nicht behaupten, es mit einer schwachen Scheibe zu tun zu haben. Daher darf jeder, der sich mit Pretty Maids wohler fühlt als mit Slayer und sich an Weichspüler-Material noch nicht satt gehört hat, gerne mal ein Öhrchen riskieren.

Michael Meyer






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