Reviews

Lucky Bastards

Label: BitzCore (2003)

Peter Pan Speedrock sind die Mannen um Peter van Elderen, woher auch klar wird warum die Band ausgerechnet diesen Namen hat. Der Name ist mit seinem hinteren Teil auch eine großartige Beschreibung für den Musikstil den die drei Jungs aus den Niederlanden spielen. Nach drei Alben und unzähligen Konzerten und Festivals kann man Peter Pan Speedrock schon als alte Hasen im Geschäft bezeichnen, die sich vor allem durch geniale Live Auftritte eine breite Fanbasis sichert.

Ihr aktuelles Album, dessen Namen wohl auf sie selbst bezogen ist, fängt nicht an wie man es erwartet hätte. Wie ein Motor bekommt man eine gewisse Anlaufzeit, aber dann fangen die schnellen und exzellenten Gitarren an. Obwohl sie nur zu dritt sind und nur eine Gitarre zum Einsatz kommt, bringen sie die volle Kraft des Speedrocks schon in ‚Surfwrecker’ rüber. Eigentlich überzeugt jeder Track des Albums, denn die Jungs haben ihre Leidenschaft zur Musik perfekt in ihre Musik übertragen können. ‚Knuckleboys’ zeichnet sich durch seinen klaren und stabilen Rhythmus aus und ist nicht ganz so schnell wie die übrigen Tracks. Trotzdem ist die Musik immer noch Speedrock, also nichts für langsame Gemüter. In ‚Smokin’ Ass’ wird man zuerst gefragt, ob man bereit für die Offenbarung der virtuosen Gitarre von Peter ist. Man könnte meinen, dass mehr als eine Gitarre im Einsatz ist, weil diese im Song so kraftvoll rüberkommt. Als Musiker könnte man neidisch werden, denn die total unterschiedlichen Riffs werden vereint und ergeben ein großartiges Gesamtbild, welches sich auch in ‚Lucky Bastards’ widerspiegelt. Was bei anderen Bands als Zwischenspiel bezeichnet wird ist hier der gesamte Song, der trotz der vielen Variationen immer noch Konstanz beinhaltet. Abgeschlossen wird das Album durch den Bonustrack ‚Boys Are Back’, der in der holländischen Fassung nicht dabei ist. Auch nach einer halben Stunde verliert die CD nicht an Geschwindigkeit und der letzte Track ist auch mal ein Titel zum mitsingen.

Insgesamt kann man sagen, dass „Lucky Bastard“ leider etwas zu kurz geraten ist, allerdings sollten viele Leute an dieser schnellen Art des Rock’n’Roll gefallen finden.

Winfried Bulach






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