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Dancing With The Dead

Label: Universal (2005)

Nachdem Herr Tätgren in den letzten Jahren als Arbeitstier insbesondere bezüglich Studioarbeit in Erscheinung getreten war, hatte er sich zuletzt etwas zurückgenommen. Sein Projekt Pain hat er aber nicht vernachlässigt. Einst als Nachfolger der eigentlichen Hauptband Hypocrisy gehandelt, behielt Pain nun doch den Status eines Projektes. Musikalisch muss das kein Manko sein und getourt ist Peter auch schon damit. Das vierte Album hört auf den Namen „Dancing With The Dead“ und steht klar in der Tradition der Vorgängeralben, einige Behauptungen es würde mehr in Richtung seiner Hauptband weitergehen, werden widerlegt, der typische Painsound blieb erhalten. Die Veränderungen wurden eher im Detail vorgenommen, so gibt es schon ein paar mehr bratzige Gitarren, die die musikalische Herkunft anzeigen, aber insgesamt wird der leichte Popappeal gehalten, gerade durch durch Synthies, Keyboards und den melodischen Gesang mit Ohrwurmrefrains. So fragt man sich unweigerlich, ob dieses Album nicht einem breiteren Publikum gefallen könnte und siehe der wirkliche Oberhit des Albums ‚Same Old Song‘ wird auch als Single ausgekoppelt. Ein kluger DJ sollte sich hier gleich eindecken, absolut tanzgeeignet. Eingängig und trotzdem nicht zu soft, schafft Tätgren einen erfolgreichen Spagat zwischen den Extremen, der in weiteren klasse Songs wie dem Titeltrack oder ‚The Tables Have Turned‘ besonders zum Ausdruck kommt. Natürlich druckvoll mit vielen modernen Elementen im Sound angereichert dürfte kein Pain Fan enttäuscht sein. Metaller die auf moderne, harte und doch melodische Sounds wie Soilwork stehen und es noch etwas experimenteller mögen sollten ‚Dancing With The Dead‘, Die Hard Hypocrisy Fans hingegen werden sich das hier nicht antun wollen. Alle anderen sind aber geladen sich knapp 50min zu entspannen und den Kompositionen zu lauschen, gerade im ganzen wirkt das Album wie aus einem Guss und wirklich hörenswert.

Christian Kremp






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