Reviews

Project Mama Earth
Project Mama Earth

Label: Mascot (2017)

Mit Project Mama Earth haben wir hier ein ganz spezielles Ereignis in Plattenform vorliegen. Die im Westen vermutlich bekannteste Person dieses neuen Fünfers ist wohl Soulsängerin Joss Stone, die schon seit einer guten Dekade im erstzunehmenden Soulsegment für das eine oder andere Highlight gesorgt hat. Daneben finden sich nicht die üblichen Verdächtigen, sondern eine außergewöhnliche Band, die sich aus Musikern nahezu aller Kontinente rekrutiert.

Hier treffen ein sicheres Gespür für souligen Gesang und afrikanische Rhythmen zu einem flotten Rendezvous mit indischen Gitarrenklängen. Das Ergebnis ist im wahrsten Sinne Weltmusik, die mit Rockelementen genauso souverän agiert, wie sie es andererseits mit traditionellen Klängen aus den Herkunftsländern der Musiker tut.

Die Stücke, insgesamt 6 Lieder mit dazwischen geschalteten, lediglich durchnumerierten Interludes, entstanden im Rahmen von Jamsessions auf Joss Stones Anwesen. Die Musik konnte einfach fließen und sobald die Struktur erkennbar wurde, verfasste die Vokalistin einen Text dazu.

Mir persönlich gefällt diese Scheibe um Welten besser als ihr vergleichbar gelagertes Projekt mit Mick Jagger & Co. Auch wenn die Musik nur bedingt Hard'n'Heavy kompatibel ist, würde ich die CD gerne den aufgeschlosseneren Lesern and Herz legen. Leider ist nach etwa 30 Minuten das Hörvergnügen schon vorbei. Da hofft man dann aber umso mehr um Fortsetzung!

Frank Scheuermann

8/10






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