Reviews

In The Mountain In The Cloud

Label: Atlantic Records (2011)

Wieviele Bands fallen Euch ein, die aus Alaska stammen? Hmmmm, warum ist es da draußen plötzlich so stumm? Okay, Alaska bietet vermutlich nicht unbedingt die idealen Voraussetzungen, um sich einem exzessiven Rock'n'Roll Leben hinzugeben. Umso erstaunlicher ist es, dass diese unwirtliche Landschaft nicht irgendwelche Death- oder Viking-Metaller hervorbringt, sondern eine Band wie Portugal.The Man.

Luftige psychadelische Gitarren treffen auf leichte Glamrockbezüge. Das klingt fast danach, als würden T.Rex zusammen mit Ziggy Stardust und Syd Barret's Pink Floyd eine Party feiern, bei der nachweislich zu viele eigenartige Pilze konsummiert werden. Dabei klingt es vermutlich eigenartig, dass die Songs eingängig und fast schon poppig daherkommen. "In The Mountain In The Cloud" ist die erste Produktion der sympathischen Nordlichter für ein Majorlabel. Bisher haben die Jungs alle Scheiben entweder selbst produziert/finanziert oder sich auf die Hilfe von kleinen und kleinsten Independent Labels verlassen.

Nun wird vermutlich mancher Fan der ersten Stunde schon aus diesem Grunde "Ausverkauf" und "Verrat" rufen. Das allerdings kann ich nicht nachvollziehen, da die Band es in erstaunlicher Weise geschafft hat, den Spagat zwischen dem Anspruch der Plattenfirma nach Erfolg und der eigenen künstlerischen Integrität virtuos zu meistern. Und dass die Platte nicht exakt klingt wie "Satanic Satanists" war bei dieser Band, die sich beständig im Wandel zeigt, sowieso nicht zu erwarten. Folgen wir auch noch eine weitere Strecke ihrem interessanten Werdegang!

Frank Scheuermann






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