Reviews

Jitters

Label: Omegatunez (2009)

Sicherlich haben einige von Euch als eifrige Leser unseres Magazins den Namen The Tangent schon des Öfteren vernommen. Dahinter verbirgt sich als Mastermind und einzige Konstante seit der ersten Veröffentlichung unter diesem Namen Andy Tillison, seines Zeichens britischer Neoprogressive Rock Musiker. Allerdings gab es auch schon vor seiner Zeit mit The Tangent ein öffentliches musikalisches Leben des Künstlers. Seine frühere Band nannte sich Parallel Or 90 Degrees, was sicherlich einen eher ungewöhnlichen Bandnamen darstellt.

Alle Originalalben sind mittlerweile seit vielen Jahren vergriffen und werden für horrende Summen auf Sammlerbörsen feilgeboten. Abgesehen von einem vor kurzer Zeit veröffentlichten Doppeldecker Sampler mit fast 160 Minuten Spielzeit, der die Jahre 1996 bis 2001, also vom Release der ersten Scheibe bis zum vorläufigen Aus mit der Gründung von The Tangent zusammenfasst. Doch nun ist die Band in quasi Originalbesetzung zurück, lediglich den Originalbassisten konnten die Briten nicht auftreiben und nahmen daher einen Ersatzmann an Bord (allerdings nicht, ohne sich dafür beim Gründungsmitglied wortreich zu entschuldigen!).

Soweit zur Historie. Was bietet die Scheibe musikalisch? Nun, wer seine heutige Stammformation kennt, der kann sich schon gut vorstellen, dass es auch Parallel Or 90 Degrees mit dem Genre Progressive Rock versuchen. Allerdings befindet man sich nicht ganz so in der Retrofalle (nicht böse gemeint!) wie The Tangent. Vielmehr kreuzen die Musiker auf recht wilde Art alle erdenklichen Musikrichtungen in den Retrosound mit ein. Insgesamt kracht die Platte deutlich heftiger aus den Boxen als alles, was mir jemals von The Tangent untergekommen ist. Leider ist die Platte bei Amazon noch nicht lieferbar. Daher müsst Ihr Euer Glück bei einem anderen Internetanbieter versuchen. Ich drücke Euch schon einmal die Daumen - ich habe sie ja dankenswerterweise schon...

Frank Scheuermann






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