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Riot Squad

Label: AFM Records (2009)

Cool. Erst hört man acht Jahre nichts von dem alten deutschen Thrash-Monster, und dann legen die Jungs plötzlich nach nur anderthalb Jahren nach der letzten Scheibe schon wieder nach. Das konnte man so nicht erwarten.

Und "Riot Squad" bietet alles, was der Paradox Fan schon immer erwarten durfte oder kaum zu hoffen gewagt hätte: Satte Nackenbrecher lassen sich ab der ersten Sekunde allerorten ausmachen. Dass manche Songs sich ein wenig nach den ehemaligen Aushängeschildern des Bay Area Thrash anhören ist erst einmal kein Schaden, hat aber auch nichts mit Abkupfern zu tun, sondern scheint in erster Linie dem Gesangsstil geschuldet, den auch Herr Hetfield bemüht.

Und so bieten die Jungs eine deftige old-school-Attacke der besten Art, die auch vor Powermetal und anderen 80er Jahre Spielweisen nicht Halt macht. Zweistimmige Gitarrenläufe gibt es dabei genauso, wie Doublebassattacken und herzerfrischendes Gekniedel.

Für mich ist "Riot Squad" die bislang mit weitem Abstand beste Scheibe aus dem Hause Paradox. Von mir aus kann in spätestens einem Jahr die nächste eintrudeln...

Frank Scheuermann






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