Reviews

In Memorian, Ill Omen

Label: Pulverised Records (2009)

Mit ihrem dritten Album machen die Herren aus Downunder dort weiter wo sie letztens aufhörten, harten, brachialen und diabolischen Black Metal der 90-er Jahre. Besonders tritt wiederum ihr Mastermind, Balam ins Rampenlicht durch seine Vocals und durch sein zermürbendes Gitarrenspiel. Durch wieder kehrende Melodien oder durch seine misanthropischen Gesang. Mal blastig, dann wieder Midtempo, schleppend - aber immer derb tief. Was die Tempovariationen angeht doch sehr stark im 21.Jahrhundert angesiedelt.

Dieser Underground-Gehiemtipp zeigt wieder einmal warum sie so bekannt sind. Ihre relative Nähe, musikalisch, zu Balams anderer Band Naxzul, die okkulten Black Metal spielt, darf man auf seine Person zurückführen. Eine ganze Brise von Kritik wird in diesen Texten verbaut unter anderem die von Menschen immer wiederkehrenden Genocide an Schwächeren u.ä.

Als Lauschtipps würde ich euch den Opener 'Weapon Against The Sun' empfehlen, die Herren kommen ohne Genre übliches Intro aus, sie schaffen es ohne weiteres Aufhebens zu machen, die düstere Atmosphäre zu transportieren durch jeden einzelnen Song. Oder auch 'Of Loss And Suffering Inherit' oder 'Ecclesia Moriendi'.

Letztendlich bleibt noch mein Tipp: Ein sehr gut ausgewogenes Album, fern von Knüppel-aus-dem-Sack, sondern überlegt, mit sehr schönen Harmonien im Black Metal, einer guten Dramaturgie der Songs an sich als auch des Albums insgesamt. Dies ist schon bei der Songlänge zu sehen, die Songs werden bis zur Mitte kontinuierlich länger, danach werden sie wieder kürzer...Es gibt viel zu entdecken. Ein super geil-interssantes Album. Hört rein und überzeugt euch selbst!

Car Sten






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