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The Dark Third

Label: InsideOut (2007)

Ein neuer Stern geht am Progressive Rock Himmel auf! Wenn man es mit einer Band zu tun bekommt, die sich nach Immanuel Kants Kritik der reinen Vernunft benannt hat, dann kann man schon im Vorfeld davon ausgehen, dass es sich dabei keineswegs um eine Metal Band aus Machester oder Bottrop handelt! Musikalisch ist man irgendwo zwischen Pink Floyd, Porcupine Tree, Muse und Mars Volta angesiedelt. Dabei finden sich längere, getragene Stücke, wie sie auch David Gilmour mit seiner Slide Gitarre nicht besser hinbekommen hätte. Paul Northfield, der auch schon für Gentle Giant und Marilyn Manson (sic!) gearbeitet hat zeichnet für den Sound verantwortlich, der anscheinend nur eines zu vermeiden sucht: das Bemühen ausgetretener Drei-Akkord-Schemata aus Tonika, Subdominante und Dominantseptakkorden. Dazu ist diesen jungen, sympathischen Neoproggies jedes Mittel - harmonisch, rhythmisch und hinsichtlich der abwechslungsreichen Instrumentierung recht.

"The Dark Third" vermittelt den Eindruck, als sei die Platte während eines Traums aufgenommen worden. Ruhig und elegisch beschreiben diese CD genauso zutreffend wie die Begriffe treibend und wuchtig. Dazu der elfenhafte Gesang von Chloe Alper (Bass, Vocals) und die Reise durchs Traumland darf jederzeit beginnen.

PS: Wenn Ihr Euch auf diese Reise begeben wollt, bringt bitte Zeit mit!

Frank Scheuermann 






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