Reviews

Selling Off Time In Wonderland

Label: Point Music (2006)

Im Jahr 1980 nach Christus wurde die Band Wildcat geboren. Aus Wildcat wurde Private Angel, die 1999 ihr Debüt-Album präsentieren konnten. Nun, sieben Jahre nach ihrem ersten Longplayer, tauchen die sechs Nürnberger mit neuem Sänger wieder auf und zeigen uns das was sie am besten können: puren Hard Rock.

Mit einer Mischung aus melodischen Heavy Rock und klassischem Hard Rock starten die Franken in ihre knapp 70 Minuten Silberscheibe. Erinnerungen an Deep Purple, Great White und Bonfire kommen hoch. Energische Gitarren Riffs und eine kräftige Stimme harmonieren gekonnt. Eine positive Stimmung liegt auf dem Album und doch haben sich ein paar recht langweilige Stücke in den Longplayer geschlichen. Zwei davon sind 'I'll Be There (A Fathers Song)', eine einfache, keines Wegs hervorstechende Ballade und 'Still Alive' ein sehr schwacher und eintöniger Song. Ansonsten sind die Stücke sehr eingängig, die Gitarrenparts solide und der Rhythmus relativ dezent. Heraus sticht die kraftvolle Stimme des Fontmanns. Musik ist Geschmackssache, das kommt sehr gut bei 'A Chamber Song' zu Tage. Ein bedrückender Songtext, bei dem das Einspielen der Hitleransprache vom 01.September 1939 nicht gerade zur Auflockerung beiträgt. Texte scheinen den Sechs auf jeden Fall wichtig gewesen zu sein. Meist werden aktuelle Themen angesprochen und gut im Song verarbeitet.

Das Album von Private Angel ragt nicht aus der Hard Rock Szene heraus. Die Scheibe ist ganz nett anzuhören, kann aber nicht in hohen Tönen gelobt werden.

Stefanie Krämer






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