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Hammer Damage

Label: Pure Steel Records (2016)

Man fühlt sich versucht „Welcome Back“ zu rufen, denn das letzte Album der Urgesteine des US Metals, Heroen der Vergangenheit, liegt schon 13 Jahre zurück und die Bandgeschichte, der Beginn noch länger, im Jahre 1984 mit dem Album das neue Maßstäbe setzte „Battle Cry“ und zugleich ihr großer Durchbruch war. Nun ist es endlich wieder soweit, ein neues Album erscheint … so, genug Geschichtsunterricht!

Schon beim Opener, der auch gleichzeitig der Titeltrack ist, wird klar, dass man evtl. rostet aber nichts verlernt. Somit stellt sich als einzige Frage ob man mit seinen Attributen die schon so lange im Schrank lagen heuer noch punkten kann? Man kann! Nehmt mal nur ‚Cry Havoc‘ als Maß, dieser Kickass Song strotz nur so von Virtuosität, Saft in der Stimme, gerade diese ist ja so eingängig und wiedererkennbar, die Gitarrenfraktion zeigt auch was Oldschool Riffs sind, wie sich ein Hook anhörten sollte und Solos werden nie out sein. Weitere Lauschtipps wären dann noch ‚Knights‘ oder ‚Caligula‘ oder A.F.U.‘. Einzig der Sound, das gemischte etwas, das versaut einem den Hörgenuss, da hätte wesentlich mehr Druck, Klarheit und Präzision rein gehört. Die gepresste Version die ich bekommen habe ist sehr dumpf und „verwaschen“.

Mein Tipp: Dieses Album ist ein genuss, wenn man den Reglern herum spielt und den Sound einstellt wie man ihn gerne hätte. Manches ist aber nur mit einem Mischpult in seiner Tiefe zu regeln und das ist so schade, denn der enthaltene Saft ist der Hammer. Kompositorisch der Knaller, wenn die Produktion da noch mitgespielt hätte, wäre es super … Die Pommesgabel zum Gruße!!!

7,5/10

Car Sten






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